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Die Einwohnerversammlung in Lienzingen ist sehr gut besucht gewesen. Foto: Prokoph
Die Einwohnerversammlung in Lienzingen ist sehr gut besucht gewesen. Foto: Prokoph
Die Amtsleiter Ulrich Saur und Armin Dauner sowie Bürgermeister Winfried Abicht (von links) bezogen zu Detailfragen Stellung. Foto: Prokoph
Die Amtsleiter Ulrich Saur und Armin Dauner sowie Bürgermeister Winfried Abicht (von links) bezogen zu Detailfragen Stellung. Foto: Prokoph
22.03.2019

Einwohnerversammlung in Lienzingen lockt rund 250 Besucher an

Mühlacker-Lienzingen. Politikverdrossenheit ist in Lienzingen offenkundig ein Fremdwort. Rund 250 Besucher, darunter zahlreiche Stadträte, sind am Donnerstagabend in die örtliche Gemeindehalle zur Einwohnerversammlung gekommen, um sich über aktuelle Entwicklung im Ort zu informieren. Die PZ stellt die wichtigsten Themen vor.

Verkehrszählung in Lienzingen: Hier berichtete der Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes Ulrich Saur von 1091 Pkws in der Knittlinger Straße, 4286 in der Zaisersweiherstraße und 8340 in der Friedenstraße (Ortsdurchfahrt), die im September 2018 innerhalb von 24 Stunden gezählt wurden. Im Rahmen des Lärmaktionsplans sollen Überlegungen zur Verbesserung der Situation angestellt werden (PZ berichtete).

Christbaumständermuseum mit Etterdorfstube: Rund 1300 Christbaumständer hat die Stadt Mühlacker geschenkt bekommen. Diese sollen nun im ehemaligen Rathaus als Museum mit Etterdorfstube ausgestellt werden. Aber: „Es fehlt an Personen, die die Fertigstellung des Museums übernehmen können“, berichtete die Leiterin des Amtes für Bildung und Kultur, Johanna Bächle. Nun habe Mühlacker die „weltgrößte Christbaumständersammlung“, die meisten stammen aus der Zeit um 1900, so Bächle. „Da können wir nun mit dem Wiernsheimer Kaffeemühlenmuseum mithalten“, sagte Ob Frank Schneider. „Das ist ein Schildbürgerstreich“, ärgerte sich allerdings ein Zuhörer darüber, dass man aus einem so „schönen Rathaus in Lienzingen“ ein Christbaumständermuseum machen will.

Baugebiet „Pferchäcker“ – Stand des Verfahrens und Spielplatz Raithstraße: Zurzeit wird in Lienzingen der neue Bebauungsplan „Pferchäcker“ mit rund 50 Wohneinheiten im Bereich der Raithstraße aufgestellt. „Bei 50 Wohneinheiten und jeweils zwei Fahrzeugen bricht der Verkehr dort zusammen“, kritisierte ein Zuhörer und riet, zuvor den Straßenverlauf nochmals zu prüfen. Dafür erntete er viel Applaus. Dieses Jahr soll außerdem der Spielplatz in der Raithstraße mit neuen Spielgeräten verschönert werden.

Ortskernsanierung und Friedrich-Munch-Kindergarten: Bis Ende 2020 dauert noch die derzeitige Lienzinger Ortskernsanierung an, für die 60 Prozent Landesmittel und somit fast fünf Millionen Euro Fördergelder seit dem Jahr 2006 geflossen sind. Statt den Friedrich-Münch-Kindergarten zu sanieren, komme ein Neubau für einen zweizügigen Kindergarten im Bereich der Gemeindehalle günstiger, berichtete Gebäudemanager Konrad Teufel. Entschieden sei noch nichts. Derzeit laufe erst das Ausschreibeverfahren für die Architekten, so Teufel.

Bierkeller: Der Lienzinger Bierkeller sei in einzelnen Bereichen akut einsturzgefährdet und darf derzeit nicht mehr begangen werden. Bis zur Sommerpause will die Stadtverwaltung nun ermitteln, wie hier weiter vorgegangen werden soll. Bürger machen sich für einen Erhalt des Gemäuers stark.