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Elterntaxis in der Kritik © dpa
29.09.2010

Elterntaxis stark in der Kritik

KNITTLINGEN. Viele Eltern bringen ihre Sprösslinge mit dem Auto zur Schule. An der Knittlinger Faustschule führt das laut Stadträtin Tanja Simon-Rüßmann zu einem „Verkehrschaos“, dass gerade die Erstklässler massiv gefährde.

Bildergalerie: Schulanfänger üben Verkehrsverhalten

Sowohl Lehrerschaft als auch die Polizei warnt davor, Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Viele Eltern machen es trotzdem. Das kritisiert Tanja Simon-Rüßmann. „An der Parkstraße herrscht Chaos. Die Kinder sind total überfordert“, beobachtete die Stadträtin (Parteilose Wählervereinigung) und forderte die Stadtverwaltung auf, sich des Problems anzunehmen. Dort stieß sie auf offene Ohren.

„Es ist ein Wunder, das dort noch nichts passiert ist“, sagte Bürgermeister Heinz-Peter Hopp in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. Bereits am Mittwochmorgen sei der städtische Vollzugsbeamte vor Ort gewesen, erklärte Hauptamtsleiter Stephan Hirth. Er spricht von einem „hausgemachten Chaos“. Viele Eltern ließen ihre Kinder vor der Faustschule an der Parkstraße aussteigen. Die Situation werde zu den Stoßzeiten noch durch an- und abfahrende Busse verschärft.Würden Eltern über die Uhlandstraße zur Schule fahren, könnten sie an der Friedenstraße halten und ihren Nachwuchs direkt am Gehweg aussteigen lassen.

„So müssten die Kinder keine Straße überqueren“, sagte Hirth und die Eltern könnten, wie im Verkehrskonzept geplant, den neuen Kreisel nutzen und über die Parkstraße abfahren. Allerdings klafften Theorie und Praxis weit auseinander, konstatierte Hirth. Der Vollzugsbeamte soll in den nächsten Wochen die Situation im Blick behalten. Sobald die Feuerwehr in den Neubau am Scholl-Areal umgezogen ist, soll ohnehin alles anders werden. Durch die Neuordnung des geplanten Busbahnhofs erhofft sich Hirth eine besserer, verkehrliche Situation an der Faustschule: „Bis dahin können wir nur auf die Mitwirkung der Eltern hoffen.“