nach oben
Von unten kommt der Lärm: Annette und Wilfried Müller auf ihrer Terrasse oberhalb des Enzberger Ortskerns. 
Von unten kommt der Lärm: Annette und Wilfried Müller auf ihrer Terrasse oberhalb des Enzberger Ortskerns.  © Lutz
13.07.2017

Enzberger klagen über Ruhestörung

Mühlacker-Enzberg. Es ist jeden Abend dasselbe Spiel, das Annette und Wilfried Müller die Stunden auf ihrer Terrasse vermiest. „Gegen 21 Uhr geht es los“, berichten die beiden Rentner, die in Hanglage oberhalb des Enzberger Ortskerns wohnen. „Um diese Uhrzeit kommt eine größere Gruppe Kinder und Jugendlicher auf den Rathausplatz und macht ordentlich Krach.“

Es sei ein regelrechtes Herumkrakeelen, das bis zu den Müllers hinaufdringt – inzwischen werde auch mit Trillerpfeifen Lärm gemacht.

Das Problem ist nicht neu – doch es hat sich in den vergangenen Wochen derart verschlimmert, dass sich Annette Müller nun an die PZ gewandt hat. Sie und ihr Mann sind beileibe nicht die einzigen Enzberger, die sich an den jugendlichen Krawallmachern stören: Als unlängst im Gemeinderat die Kriminalitätsstatistik vorgestellt wurde, klagte CDU-Stadtrat Theo Bellon, die Verhältnisse im Ort seien zunehmend ein Ärgernis, das die Menschen umtreibe. „Zum Großteil handelt es sich um Sinti und Roma“, erzählt Annette Müller. Die Gruppe war bereits mehrfach dadurch aufgefallen, dass sie nur unregelmäßig zu Schule geht. Was die Müllers besonders stört: „Wir können sehr gut beobachten, dass es immer wieder zu lebensgefährlichen Situationen kommt, da die Kinder über die Gleise rennen.“ Wilfried Müller – jahrzehntelang bei der Feuerwehr aktiv – erzählt, dass er jedes Mal befürchte, eines der Kinder könnte vom Zug überrollt werden. „Es ist schon mehrfach vorgekommen, dass der Lokführer mit Warntönen die Jugendlichen von den Gleisen vertreiben musste.“

Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Leserkommentare (0)