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Die Auswahl beim zweiten Kunsthandwerkermarkt in den Enzgärten auf dem ehemaligen Gartenschaugelände in Mühlacker lässt sich sehen. Immerhin ist das Angebot deutlich größer als bei der ersten Veranstaltung. Fotos: Marx
Die Auswahl beim zweiten Kunsthandwerkermarkt in den Enzgärten auf dem ehemaligen Gartenschaugelände in Mühlacker lässt sich sehen. Immerhin ist das Angebot deutlich größer als bei der ersten Veranstaltung. Fotos: Marx
Gut gelaunt an Muttertag: Zur Mittagszeit kommt die Sonne voll heraus und sorgt beim Kunsthandwerkermarkt für Besucher. An rund 30 Ständen können sich die Gäste über kunsthandwerkliche Produkte informieren.
Gut gelaunt an Muttertag: Zur Mittagszeit kommt die Sonne voll heraus und sorgt beim Kunsthandwerkermarkt für Besucher. An rund 30 Ständen können sich die Gäste über kunsthandwerkliche Produkte informieren.
Leckere Kuchen, von links: Martina Veit und Gaby Körner vom Förderverein.
Leckere Kuchen, von links: Martina Veit und Gaby Körner vom Förderverein.
14.05.2017

Enzgärten blühen auf: Familien zieht es am Nordschwarzwaldtag aufs Wertle nach Mühlacker

Warum ums Herz und heiß unterm Hemd konnte den Besuchern des zweiten Kunsthandwerkermarkts in den Enzgärten in Mühlacker werden. Auf dem Wertle, einem Teil des ehemaligen Gartenschaugeländes, präsentierten zu Muttertag rund 30 Händler ihre Produkte.

Das die meiste Zeit sonnige Wetter sorgte für regen Publikumszuspruch und die Gäste strömten insbesondere aus Richtung Innenstadt über den B 10-Fußgängersteg zum Marktareal. Erst am späten Nachmittag setzte Regen ein.

Einen großen Stand hatte Henning Beck aus Enzberg. Der 73-Jährige verfügt über stolze 35 Jahre Markterfahrung und ist in dieser Zeit schon weit herumgekommen: Gerne zeigt er als Enzberger seine Kunstfertigkeiten aber auch gerne quasi vor der Haustür in Mühlacker. Und so machte ihm die Arbeit nach eigenem Bekunden auch „zu Muttertag wieder riesigen Spaß“. Das Alter spüre er gar nicht, denn er fühle sich fit und im Austausch mit den Kunden könne man regelrecht aufblühen. Seinen Holz-Atelier-Stand säumen zahlreiche Kunden. Häufig wird der Wunsch geäußert, sich Sprüche oder Vornamen in vorgefertigte Holzprodukte einbrennen zu lassen. Liebevolle Sprüche an Muttertag seien normal, schmunzelt Henning Beck. Zu anderen Gelegenheiten an anderer Stelle würden in der Regel die Wünsche nach Vornamen überwiegen, bilanziert der Enzberger. Irgendwelche Stammtischparolen einzugravieren, sei nicht so sein Ding, befindet der 73-Jährige. Ins Auge stechen die zahlreichen Holzbauelemente, die man variabel zu einer kleinen, mittelalterlichen Stadt komponieren kann. Das sieht man so nicht alle Tage und viele Besucher schauen interessiert auf jedes Detail.

Liebliche Düfte verbreiten sich am Stand der Seifen-Manufaktur von Karina Lang aus Lomersheim. Sie ist nun schon im siebten Jahr mit ihren Produkten auf Achse und freit sich über das rege Interesse an ihren Naturprodukten. Sehen, riechen und kaufen; Mit diesem Dreiklang gehen ihre Produkte rasch über die Theke und verbessern wohl schon bald die Duftstruktur heimischer Bäder. Neben Seifen liegen auch noch Shampoos aus. Andere Produkte hat Karina Lang mit Blick auf die Wettervorhersage zu Hause in Lomersheim gelassen. Die würden über den Marktzeitraum von 10 bis 18 Uhr sonst womöglich aufgrund der Hitzeentwicklung glatt einschmelzen. Wer den Markt mehrfach umrundet und seine Eindrücke gesammelt hat, kann sich abschließend noch unterm Festzelt von den freiwilligen Helfern des Fördervereins Enzgärten Mühlacker bewirten lassen. Dort gibt es nicht nur Mittagessen, sondern auch eine Auswahl an süßen Stücken, Kuchen und Torten.

Beim Blick aufs Publikum wird klar, dass die Veranstalter ihr Ziel, einen Publikumsmagneten an Muttertag anzubieten, erreicht haben. Gerne, so einige Gäste, dürfe das Angebot das nächste Mal sogar noch größer sein.