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Anfang Juli soll der 10. Geburtstag des Enztalradwegs gefeiert werden.
Enztalradweg © Grafik: PZ
17.06.2011

Enztalradweg steht vor seinem zehntem Geburtstag

MÜHLACKER. Einer der täglich auf dem Enztalradweg unterwegs ist, ist Hermann Schmid. Entweder radelt der Enzberger von zu Hause aus nach Pforzheim oder Richtung Vaihingen und zurück, bevor er seine Bahnen im Mühlacker Freibad schwimmt.

Auf seinem „hundsgewöhnlichen Sieben-Gang-Rad mit Rücktritt“ reißt Schmid jährlich bis zu 4000 Kilometer herunter. Mit Muskelkraft und auf zwei Rädern ist der 71-Jährige aber nicht erst unterwegs, seitdem er in Rente gegangen ist. Der gelernte Werkzeugmacher erinnert sich gut an Zeiten, als er in den 1960er-Jahren zur Arbeit nach Niefern noch auf der B10 geradelt ist. „Damals gab es dort deutlich weniger Verkehr“, sagt der Enzberger. Durch ein Bächle gings über einen Feldweg weiter in die Nachbargemeinde – „das ist heute schon viel angenehmer.“

Das findet nicht nur Hermann Schmid. Der Enztalradweg hat sich seit seiner Einweihung am 1. Juli 2001, als der damalige Wirtschaftsminister Walter Döring (FDP) das Start-Band an der Enzquelle in Enzklösterle-Gompelscheuer durchschnitt, zu einem beliebten Radweg in Baden-Württemberg entwickelt. Durch drei Landkreise und 15 Städte und Gemeinden zieht sich der Weg über 100 Kilometer lang von der Enzquelle bis zur Mündung in den Neckar bei Walheim. Während Wirtschaftsminister Döring den Enztalradweg für den Landkreis Calw in Enzklösterle eröffnete, tat es in Neuenbürg der damalige Landrat Werner Burckhart für den Enzkreis. Er bezeichnete den Radweg als ein „gelungenes Beispiel interkommunaler und grenzüberschreitender Zusammenarbeit“.

Der 10. Geburtstag des Enztalradwegs soll am 1. Juli im Pforzheimer Enzauenpark und am Aktionssonntag, 3. Juli, überall gefeiert werden. Zwölf Kommunen unter anderem auch Neuenbürg, Niefern und Mühlacker entlang der Enz im nördlichen Schwarzwald und Neckartal haben dafür ein Programm auf die Beine gestellt. nad