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Mit dem Rad hat Jessica Reiling den Enztalradweg erkundet. Dabei entstand ein Video.
Enztalradweg © Türschmann
22.06.2011

Enztalradweg wird zehn Jahre alt

MÜHLACKER. Verstaubt und versteckt stand es im hintersten Eck in der Garage – mein Fahrrad. Doch anlässlich des zehnjährigen Geburtstags des Enztalradwegs sollte es auf Vordermann gebracht werden. Luft in die Reifen, Öl an die Kette, Rahmen poliert und schon begann die kleine Tour mit der Video-Kamera von Mühlacker nach Enzberg.

Wie ist der Untergrund beschaffen? Gibt es tatsächlich keine starken Steigungen, wie es auf der Internetseite des Enztalradwegs steht? Wie viele und welche Menschen nutzen den Radweg? Mit diesen Fragen machte ich mich auf den Weg. Der erste Abschnitt führte direkt an der Enz entlang. Die reinste Idylle – Natur und Ruhe pur. Nur ein paar Enten am Flussufer schnatterten um die Wette. Der geteerte Weg geht über in einen geschotterten Abschnitt – mit dem Mountainbike kein Problem. Die Umgebung ändert sich erneut. Der Weg ist wieder geteert und führt vorbei an Blumenwiesen, Weizen-, Hafer- und Maisfeldern. Zwei Männer mit vier Kindern kamen mir nun entgegen. Michael Grötzinger und Wolf Hofmann aus Filderstadt erzählten, dass sie mit ihren Kindern eine Radtour machen. „Um unsere Frauen zu entlasten“, fügte Hofmann hinzu. Vier Tage hätten die nun ihre Ruhe vor Mann und Kind gehabt. „Heute ist unser vierter Tag. Wir sind von Filderstadt nach Nagold, dann weiter nach Pforzheim gefahren – und jetzt fahren wir in Richtung Bietigheim.“

Weiter ging nun auch die Tour nach Enzberg. Nach und nach begegneten mir weitere Radfahrer, zum Beispiel Michael Müller aus Renningen. Er erzählte mir, dass das Fahren auf dem Weg ihm viel Spaß mache. „Meistens habe ich hier Rückenwind.“ Müller radelt etwa einmal die Woche von Renningen aus über Bietigheim-Bissingen nach Marbach. „Zurück geht es dann mit der S-Bahn“, sagte er.

Martina Prasnikar und ihr zehnjähriger Sohn Adrian aus Enzberg fahren den Enztalradweg häufiger. „Meistens zum Mühlacker Freibad“, sagte der Sohn. Dieses Mal seien sie aber auf dem Weg an den Eckhausee in Ötisheim.

Der Enztalradweg ist weit über die Region hinaus bekannt, das zeigte der Ausflug auf jeden Fall. Die Strecke bietet etwas für die Augen und ist nicht anstrengend für die Beine. Obwohl ich seit Langem nicht mehr mit dem Rad unterwegs gewesen war, kam ich nicht außer Puste. Es war tatsächlich nicht eine Steigung zu bewältigen. ica

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