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Erhöhte Waldbrandgefahr im Enzkreis.
Erhöhte Waldbrandgefahr © dpa
13.07.2010

Erhöhte Waldbrandgefahr in der Region

ENZKREIS. Seit Wochen hat es im überwiegenden Teil des Enzkreises nicht mehr geregnet. Hinzu kommt eine außerordentliche Hitze mit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius. „Bei diesen extremen Bedingungen ist unser heimischer Wald besonders durch Brand gefährdet“, warnt Guido Wölfle vom Forstamt und bittet um erhöhte Vorsicht beim Umgang mit offenem Feuer und ausgerauchten Zigaretten.  

In normalen Jahren, so der Forstexperte, sei der hiesige Mischwald, im Gegensatz zum Beispiel zum Kiefernwald in Brandenburg, nur in Ausnahmefällen durch Feuer bedroht. Beim jetzigen Wetter entstehe jedoch sehr viel trockenes Material. „Die Äste und Zweige, Laub und Reisig brennen sehr leicht und oft genügt schon ein kleiner Funke, aus dem dann ein Flächenbrand entstehen kann“, sagt Wölfle.Offenes Feuer im Wald ist ohnehin nur an fest eingerichteten und gekennzeichneten Feuerstellen erlaubt.

Aber auch dort sollte man derzeit kein Feuer machen: Ein Windstoß genügt, um die Glut zu verblasen, und dann können auch kleine Feuer schnell außer Kontrolle geraten. Das Wegwerfen glimmender Gegenstände ist nach dem Landeswaldgesetz das ganze Jahr über verboten. „In der derzeitigen Lage ist eine weggeworfene Zigarettenkippe jedoch eine völlig unverantwortliche Handlung, die auf jeden Fall zu unterlassen ist“, mahnt Guido Wölfle und appelliert dringend an alle Waldbesucher, sich bei ihren Spaziergängen im kühlen Wald so zu verhalten, dass kein Waldbrand entstehen kann: „Unser Wald ist viel zu wertvoll, als dass er verbrannt werden kann!“