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Erneut ist ein ICE bei Vaihingen liegen geblieben. © Eyb
11.10.2010

Erneut ICE-Panne: 550 Fahrgäste in Vaihingen betroffen

VAIHINGEN/ENZ. Erneut ist in der Nähe von Vaihingen an der Enz ein ICE liegen geblieben. Er war am Sonntagabend von Berlin in Richtung München unterwegs, jedoch nicht wie normalerweise auf der Schnellfahrstrecke. Da diese bis zum Montagmorgen wegen Bauarbeiten gesperrt war, mussten unabhängig von der ICE-Panne alle Züge in Richtung Stuttgart über Bietigheim-Bissingen und Ludwigsburg umgeleitet werden.

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Roland Kortz, Sprecher der Deutschen Bahn, nennt Probleme mit der Stromzufuhr als Ursache für die Panne. 550 Reisende mussten gegen 21 Uhr in einen Ersatzzug umsteigen, nachdem der ICE um 19.15 Uhr liegen geblieben war. Einige setzten die Fahrt vom Bahnhof Vaihingen aus in Taxen fort.

Nach Angaben der Polizei dauerte der Einsatz etwa drei Stunden bis gegen 22 Uhr 30. Die Freiwillige Feuerwehr war mit 30 Mann und zwei Fahrzeugen vor Ort. Sie sorgte unter anderem für die Beleuchtung. Vom Deutschen Roten Kreuz, das nicht weit entfernt noch einen Tag zuvor eine Übung durchgeführt hatte, waren wegen der ICE-Panne 26 Mann im Einsatz. Darüber hinaus war vorsorglich der Rettungsdienst aus Ludwigsburg mit mehreren Fahrzeugen vor Ort.

Die Bundespolizei und das Notfallmanagement der Bahn schickten mehrere Fahrzeuge, die Polizei in Ludwigsburg einen Streifenwagen. Den Polizeiangaben zufolge blieb der ICE auf der Strecke zwischen Vaihingen und Sachsenheim liegen. Den Angaben der Freiwilligen Feuerwehr zufolge befand sich der Standort im Bereich Vaihingen-Kleinglattbach. Reisende aus der Region Mühlacker und Pforzheim dürften sich nicht im ICE befunden haben. Planmäßig war zwischen Mannheim und Stuttgart selbst am Bahnhof in Vaihingen an der Enz kein Halt vorgesehen.

Erst im August war auf der Schnellfahrstrecke bei Vaihingen an der Enz ein ICE liegen geblieben, damals im Pulverdinger Tunnel. In diesem Fall waren 420 Passagiere ärztlich versorgt worden. Sie hatten bis zu drei Stunden im Tunnel ausharren müssen, die Klimaanlage war ausgefallen. Der Grund für den Ausfall im Sommer war nach Angaben der Bahn ein defekter Widerstand auf dem Dach des Triebkopfes.

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