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Foto: Symbolbild © dpa
03.02.2017

Erneut stehlen Autoknacker in Mühlacker Navigationsgeräte aus BMW

Einen Gesamtschaden von rund 20.000 Euro richteten Unbekannte in der Nacht zum Freitag bei zwei Auto-Aufbrüchen im Wohngebiet "Senderhang" in Mühlacker an.

Die Langfinger haben zunächst die Seitenscheiben zweier hochwertiger BMW in der Einsteinstraße sowie in der Braunstraße eingeschlagen und anschließend die Navigationsgeräte samt Steuerungseinheiten fachmännisch ausgebaut. Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich unter Telefon (07041) 96930 mit der Polizei Mühlacker in Verbindung zu setzen. Vor rund zwei Monaten wurden im Mühlacker Wohngebiet Stöckach gleich auf einen Schlag sieben Fahrzeuge, die ins Beuteschema der spezialisierten und wohl bandenmäßig organisierten Autoknacker passen, aufgebrochen.

Diese Autoknacker gönnen den Besitzern von BMW- und Mercedes-Fahrzeugen keine Ruhe. Sie haben sich auf die bayerischen Nobelkarossen und neuerdings zunehmend auch auf Autos mit dem Stern auf der Kühlerhaube spezialisiert. Vor etwa zwei Wochen wurden gleich aus fünf Fahrzeugen Navis und Lenkräder fachgerecht entnommen, um wahrscheinlich demnächst in Osteuropa verkauft und eingebaut zu werden. Die Unbekannten richteten einen Gesamtschaden in Höhe von rund 50.000 Euro an. Angesichts der regelmäßig in der Region stattfindenden Autoaufbrüche, bei denen aus BMW und Mercedes insbesondere Navis entwendet werden, darf man von gut organisierten Banden ausgehen, die schnell zuschlagen und wohl auch genau so schnell ihr Diebesgut außer Landes bringen.

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Autoknacker: Wer klaut wann und wie?

Immer wieder werden in der Region Autos aufgebrochen, die Lenkräder geklaut, Navigationsgeräte ausgebaut oder die Fahrzeuge verschwinden komplett. Erst vor rund sechs Wochen war das Mühlacker Wohngebiet Stöckach betroffen, als in einer Nacht gleich sieben Fahrzeuge aufgebrochen wurden. In Neulingen-Bauschlott waren es gerade in der Nacht auf den Montag vier BWM und ein Mercedes, aus denen die Navifationsgeräte gestohlen wurden.

Wer steckt hinter den Taten?

Laut Ralf Minet, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe, sind für die Autoaufbrüche in der gesamten Region meist osteuropäische Banden verantwortlich. „Das sind Profis, die genau wissen, was sie tun. Sie schlagen schnell und zielstrebig zu und bringen die Beute schnell außer Landes.“ Dort, so Minet, werde diese dann über Händler oder das Internet weiterverhökert.

Wo sind die Schwerpunkte?

Von konkreten Schwerpunkten zu sprechen, sei schwierig, sagt Minet. Denn die Banden zögen „heuschreckenartig“ durch die Lande und schlügen mal hier, mal dort zu. Anders als bei Wohnungseinbrüchen, bei denen die Zahl in den Herbst- und Wintermonaten besonders hoch sei, hätten die Autoknacker zudem das ganze Jahr über Konjunktur.

Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Meistens handelt es sich um hochwertige Modelle der Marken BMW oder Mercedes.

Wie gehen die Diebe vor?

Zunächst werden Straßenzüge oder abgelegene Autohäuser ausgekundschaftet, dann wird – häufig in der Nacht – zugeschlagen. Wie Polizeisprecher Minet betont, seien die Täter in Gruppen unterwegs, einige stehen Wache, einige knacken die Autos und montieren Navigationsgeräte und Lenkräder ab. Wenn Scheiben eingeschlagen werden, geschieht dies meistens so, dass die Diebe diese vorher abdämmen, um weniger Lärm zu verursachen.

Weshalb versuchen die Banden nicht, die Autos zu klauen?

Auch dies kommt vor, jedoch seltener. Kleinteile lassen sich leichter ins Ausland schaffen, zudem können moderne Fahrzeuge nicht mehr ohne weiteres kurzgeschlossen werden. Es gibt jedoch auch Einbrecher, die es gezielt auf Fahrzeuge abgesehen haben. Diese brechen dazu in die Häuser ein, stehlen den Schlüssel und fahren mit dem Auto davon. Insbesondere Fahrzeuge, deren Wert im sechsstelligen Bereich liegt, seien von dieser Vorgehensweise betroffen.

Was ist zu tun, wenn man Täter ertappt?

Auf keinen Fall den Helden spielen, warnt Minet. Man wisse nie, wie aggressiv die Verbrecher seien, im schlimmsten Fall bestehe Lebensgefahr. Stattdessen solle man sofort die Polizei verständigen und – falls die Täter fliehen – möglichst genau beobachten, wie die Täter aussehen und wohin sie sich entfernen.

Wie ist die Aufklärungsquote?

Wie bei Einbruchsdelikten üblich, ist diese nicht hoch. Zwar versucht die Polizei mithilfe von Computerexperten insbesondere den Hintermännern, die die Ware verkaufen, auf die Schliche zu kommen. Doch dies gestaltet sich schwierig. „Dabei ist jeder Einbruch einer zu viel“, betont Minet. --- max