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Teures Unterfangen: Eine Feuerwehr in Schuss zu halten, belastet die Finanzen einer Kommune sehr. Foto: Ruff
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Das Dach des Ölbronner Feuerwehrhauses ist undicht. Foto: PZ-Archiv

Erneute Kostenexplosion bei Dachsanierung der Feuerwehr in Ölbronn-Dürrn

Enzkreis/Ölbronn-Dürrn. Feuerwachen zu bauen oder zu sanieren ist inzwischen sehr teuer. Mehrere Beispiele aus der Region zeigen, wohin die Reise geht.

Der Schock traf zunächst die Stadt Mühlacker, dann Straubenhardt – nun also auch Ölbronn-Dürrn. Wer derzeit in der Pflicht steht, eine neue Feuerwache zu errichten oder eine bestehende zu sanieren, muss sich auf enorme Preissteigerungen gefasst machen.

Während in der Senderstadt sowie in Straubenhardt Kostenexplosionen in Millionenhöhe für Unmut bei Verwaltung, Gemeinderat und Bevölkerung sorgen, so sind es im Ölbronn-Dürrner Fall zwar „nur“ einige zehntausend Euro – doch die Projekte lassen sich vom Aufwand her auch kaum vergleichen. Mühlacker und Straubenhardt errichten neue Wachen auf der Grünen Wiese, in Ölbronn hingegen wird das Dach des bestehenden Gebäudes saniert, da es seit geraumer Zeit hineinregnet.

Was unter dem Strich bleibt, ist jedoch hier wie dort ein Preissprung gewaltigen Ausmaßes. Sollte die Mühlacker Wache einst 8,4 Millionen Euro kosten, liegt man nun bei 11,8. In Straubenhardt ein ähnliches Bild: Von den ursprünglich einmal angenommenen 6,8 Millionen Euro hat man sich nun auf 9,7 Millionen gesteigert.

Ob in beiden Fällen das letzte Wort gesprochen ist, wird in Mühlacker wie auch in Straubenhardt angezweifelt.

Der Preissprung in Ölbronn-Dürrn wiederum ist prozentual gesehen noch gravierender: Dachte man bislang, das Flachdach des Feuerwehrhauses könne für ungefähr 63.000 Euro saniert werden, zeigt sich nun, dass letzten Endes rund 105.000 Euro bezahlt werden müssen. „Letztlich sind die Zahlen ein Spiegelbild der momentanen Baukonjunktur“, betont ein ernüchterter Bürgermeister Norbert Holme.

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