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Das geplante Wohnheim für Schwerbehinderte in Illingen könnte laut Entwurf der Planer einmal so aussehen wie auf dieser Animation. Foto: PZ-Archiv
Das geplante Wohnheim für Schwerbehinderte in Illingen könnte laut Entwurf der Planer einmal so aussehen wie auf dieser Animation. Foto: PZ-Archiv
01.03.2018

Erneutes Bürgerbegehren in Illingen: Pflegeheim-Neubau soll verhindert werden

Illingen. Das Verhältnis der Einwohnerschaft zum Illinger Rathaus und dort insbesondere zu Bürgermeister Harald Eiberger gilt bereits seit Jahren als teilweise stark belastet. Der Bürgerentscheid zur Flurneuordnung hat dies vor wenigen Monaten noch einmal bestätigt. Inzwischen formiert sich neuer Widerstand – dieses Mal gegen den geplanten Neubau eines Wohnheims für Schwerbehinderte, das auf dem Areal des Wiesentals errichtet werden soll.

Dieses Vorhaben stößt bei den Anliegern auf Unverständnis und hat nun dazu geführt, dass diese mithilfe des Rechtsanwalts und früheren Pforzheimer Oberbürgermeisters Joachim Becker eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Gemeinde Illingen bei der kommunalen Rechtsaufsicht (Landratsamt Pforzheim) erheben. Zudem haben die Mitglieder der Bürgerinitiative Bürgermeister Eiberger und die Gemeinderäte darüber informiert, dass sie ein Bürgerbegehren einleiten werden. Die Fragestellung soll lauten: „Sind Sie dafür, dass der Trinkwasserbrunnen im Wiesental (Gebiet Keuterländer) erhalten bleibt, dort keine bauliche Nutzung stattfindet und entsprechende Planungen sofort gestoppt werden?“

Zu den Schritten sah sich die BI gezwungen, da nach Auskunft ihrer Mitglieder bislang jeglicher Dialog seitens der Gemeindeverwaltung verhindert worden sei.

Bürgermeister Harald Eiberger ist gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar gewesen, da er sich im Urlaub befindet. Sein Stellvertreter, CDU-Gemeinderat Winfried Scheuermann, äußert sich jedoch. Zumindest soweit, wie es ihm möglich ist: Denn Scheuermann ist als Anwohner der Schützinger Straße in der Angelegenheit befangen. „Ich weiß daher ebenfalls nicht, was in den nichtöffentlichen Sitzungen beraten wurde“, stellt Scheuermann klar

Scheuermann betont in Bezug auf das bisherige Verfahren jedoch auch: „Wenn ich von meinem Vorhaben überzeugt bin, kann das nicht im stillen Kämmerlein stattfinden.“

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