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Zu seiner Verabschiedung konnte Pfarrer Ernst-Dietrich Egerer zahlreiche Geschenke in Empfang nehmen. Mit ihm freuten sich Ehefrau Ulrike Egerer (von links), die Schuldekanin für Vaihingen und Mühlacker, Gabriele Karle, der Vorsitzende der Bezirkssynode, Bernd Dingler und Pfarrer Lukas Lorbeer. Foto: Bischoff-Krappel
Zu seiner Verabschiedung konnte Pfarrer Ernst-Dietrich Egerer zahlreiche Geschenke in Empfang nehmen. Mit ihm freuten sich Ehefrau Ulrike Egerer (von links), die Schuldekanin für Vaihingen und Mühlacker, Gabriele Karle, der Vorsitzende der Bezirkssynode, Bernd Dingler und Pfarrer Lukas Lorbeer. Foto: Bischoff-Krappel
Mit Sonnenblumen und einem musikalischen Gruß bedankten sich die Erzieherinnen und Kinder des Evangelischen Kindergartens „Am Klosterberg“ bei Pfarrer Ernst-Dietrich Egerer. Foto: Bischoff-Krappel
Mit Sonnenblumen und einem musikalischen Gruß bedankten sich die Erzieherinnen und Kinder des Evangelischen Kindergartens „Am Klosterberg“ bei Pfarrer Ernst-Dietrich Egerer. Foto: Bischoff-Krappel
01.10.2017

Ernst-Dietrich Egerer hört nach 16 Jahren als Pfarrer in Maulbronn auf

Maulbronn. Da geht einer, der in den 16 Jahren seines Wirkens besondere Wertschätzung und Anerkennung erworben hat: Ernst-Dietrich Egerer, langjähriger Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Maulbronn, erfuhr bei seiner Verabschiedung in der Klosterstädter Stadthalle auf vielfältige Weise Dank und Würdigung.

Im morgendlichen Erntedankgottesdienst hatte sich Egerer bereits persönlich von seiner Gemeinde verabschiedet. Die offizielle Verabschiedung begann Doris Wagner, stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates, mit einem Bibelwort aus Prediger 3: „Ein jegliches hat seine Zeit. Für uns ist es nun Zeit, Dank zu sagen für sechzehn Jahre engagierte Arbeit in der Kirchengemeinde.“

Zahlreiche Grußworte

Den Reigen der Grußworte eröffnete Bürgermeister Andreas Felchle mit sehr persönlich gehaltenen Worten: „Ich habe gehofft, dass uns Ernst-Dietrich Egerer bis zu seinem Ruhestand erhalten bleibt. Nun ist es anders gekommen.“ Egerer sei ein begnadeter Prediger und Seelsorger und ein Mensch, der Farbe bekenne. „Ich bin dankbar für viele Zusammenkünfte, bei denen wir über Gott und die Welt geredet haben“, so Felchle. „Mit Ernst-Dietrich Egerer verlieren wir einen hervorragenden Pfarrer, behalten mit ihm und seiner Familie aber wunderbare Maulbronner.“

Bernd Dingler, Vorsitzender der Bezirkssynode, überbrachte Grußworte des Kirchenbezirks Mühlacker. Als Dekan-Stellvertreter habe Egerer mit klaren Vorstellungen und Zielsetzungen den Kirchenbezirk kompetent vertreten. Für Erheiterung sorgte Dinglers Anmerkung: „Wir würden uns natürlich freuen, wenn Sie ab und zu einen Gottesdienst im Bezirk übernehmen könnten.“ Pfarrer Lukas Lorbeer sprach für die Distriktspfarrer. „Du warst eine feste und verlässliche Größe in unserer Arbeit und stets hilfreicher Ansprechpartner“, richtete Lorbeer das Wort an den Geehrten.

Weitere Grußworte sprachen die Vorsitzende des Orgelfördervereins, Britt Mogge, der Ephorus des Evangelischen Seminars, Gerhard Keitel, und Albrecht Keller für die Kirchenbetreuer.

Der Kirchengemeinderat bedankte sich mit einem fotografischen Rückblick auf Egerers 16 Jahre in der Kirchengemeinde. Musikalisch umrahmt wurde die Verabschiedung von den Kindergartenkindern, der Kurrende, dem Posaunenchor, den Musikern von „Querblechein“, einem Künstlertrio um Erika Budday sowie der Kantorei.

„Was soll man am Ende eines solchen Reigens aus Dankbarkeit sagen?“, fragte Ernst-Dietrich Egerer, als er zum Abschluss der Feierlichkeiten die Bühne betrat. Die Antwort darauf gab er auf seine ganz eigene Weise: Er trug ein hebräisches Friedenslied vor, das bei den Besuchern für Gänsehaut sorgte. „Bei allem Dank ist es mir am Wichtigsten, Ihnen zuzusingen: Friede sei mit Euch!“, verabschiedete sich Egerer von seiner Gemeinde.

Pfarrer Ernst-Dietrich Egerer wird zukünftig am Pfarrseminar in Stuttgart-Birkach tätig sein, jedoch weiter in Maulbronn wohnen. Wie er der „Pforzheimer Zeitung“ gegenüber sagte, wird die Ausschreibung seiner Stelle am 15. November erfolgen. Egerer geht davon aus, dass Anfang des kommenden Jahres eine Entscheidung über seine Nachfolge fallen kann.