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Lange Gesichter und hin und wieder Tränen gab es auf dem Mühlacker Kelterplatz beim WM-Spiel Deutschland gegen Serbien zu sehen. © Schmid
Trauer, Entsetzen, Wut, Frustration - die Fans der deutschen Fußball-Nationalmmanschaft haben am WM-Spiel gegen Serbien keine rechte Freude. © Schmid
Bestens gelaunt waren die Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft schon vor dem Spiel, das weit über 1000 Fans beim Public-Viewing auf dem Mühlacker Kelterplatz erlebten. © Kurtz
18.06.2010

Ernüchterung bei deutschen Fans auf dem Kelterplatz

MÜHLACKER. Für die Mehrzahl der 1200 Fans beim Public Viewing in Mühlacker ist der Freitagnachmittag anders gelaufen, als erhofft. Nach dem 0:1 der deutschen Fußballer bei der WM konnte nur der serbische Anhang feiern.  Neu: der Spiele-Liveticker mit vielen interaktiven Elementen.

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Nach der Euphorie, die Deutschlands 4:0 gegen Australien ausgelöst hatte, folgte gegen Serbien ein herber Dämpfer. Die 0:1-Pleite gegen Serbien sorgte bei den Fans auf dem Kelterplatz in Mühlacker für lange Gesichter. Viele suchten schnell das Weite.

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Marc Flattich aus Mühlacker kam zuerst auf den strengen Unparteiischen Alberto Undiano aus Spanien zu sprechen: „Der Schiedsrichter hat arg viel Anteil daran, dass es so gelaufen ist.“ Nicht nur der Feldverweis missfiel Flattich. Überhaupt habe der Schiri viele Karten gezückt.

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Flattichs Arbeitskollege Jürgen Bunghard sagte im Hinblick auf die deutsche Elf: „Die erste Hälfte war in Ordnung.“ Nach dem Seitenwechsel fieberten die etwa 1200 Fans, noch mehr als beim Australien-Spiel, mit der Elf von Bundestrainer Joachim Löw, die aber einfach nicht zum Torerfolg kam. Vor allem Cacau, der eingebürgerte Stuttgarter Brasilianer, wurde zum Hoffnungsträger.

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Schon als ZDF-Kommentator Béla Rhéty sagte, der VfB-Stürmer habe die Trainingsjacke ausgezogen, klatschten einige. Als Cacau und Marko Marin in der 70. Minute kamen, gab es erst recht Applaus. Da ging es für die Fans nur noch um den Ausgleich. Wenn Serbien konterte, reagierte das Publikum nicht.

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Hellauf entsetzt waren die Fans nach 55 Minuten, als Lukas Podolski vom Elfmeterpunkt aus scheiterte. In der 38. Minute war ebenfalls ein Raunen durch die Menge gegangen. Da sah Klose gelb-rot. Zu diesem Zeitpunkt war das Publikum noch zuversichtlich. Doch kaum eine Minute später traf Milan Jovanovic für Serbien und – eine kalte Dusche auch für die Fans in Mühlacker.

Die hatten schon in der 32. Minute einen Moment des Schreckens erlebt. Eine Sekunde lang war die Leinwand schwarz. „Ey“, riefen die Fußballfreunde, da flammte das Bild aber schon wieder auf.

{element10}Nach Spielende jubelte ein Dutzend glücklicher Serben auf dem Kelterplatz. Dragan Krco machte auch den Deutschen Hoffnung: „Wir gehen beide weiter, vielleicht sehen wir uns sogar im Finale.“ In der Bahnhofstraße bildete sich ein Mini-Korso. Zu Zwischenfällen kam es nach Auskunft der Polizei nicht.

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