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Einer Handgranate ähnlich sah der selbstgebastelte Sprengkörper, der im Recyclinghof Maulbronn gefunden wurde.
Einer Handgranate ähnlich sah der selbstgebastelte Sprengkörper, der im Recyclinghof Maulbronn gefunden wurde. © Symbolbild: dpa
24.02.2017

Erste Ergebnisse im Maulbronner Sprengkörper-Fund

Maulbronn. Erste Ergebnisse, aber noch keinen Durchbruch kann die Polizei im Fall des zusammengebauten Sprengkörpers vorweisen, der am Dienstagvormittag auf dem Recyclinghof in Maulbronn gefunden wurde. Die vom Polizeiposten in Maulbronn geführten Ermittlungen führten zu einem Entrümpler im Enzkreis. Doch das ist bislang nur eine von vielen Spuren.

Die Überraschung war groß auf dem Recyclinghof in Maulbronn, als der verdächtige Gegenstand, der Ähnlichkeiten mit einer Handgranate aufwies, gefunden wurde. Der Gegenstand wurde durch eine Streife mit der gebotenen Vorsicht in einem Streifenwagen deponiert und das Fahrzeug vor dem Revier abgestellt. Die verständigten Bombenentschärfer vom Landeskriminalamt Stuttgart untersuchten den Gegenstand zunächst. Anschließend wurde er entschärft.

Es handelte sich um einen Selbstbau aus dem Zündmechanismus einer Übungshandgranate und der Hülse einer Gewehrkanone. In der Hülse befand sich explosives Pulver.

Die Ermittlungen führten nun zu einem Entrümpler im Enzkreis, der angab, eine Wohnung in Remchingen entrümpelt zu haben, dort aber keinen an Sprengstoff erinnernden Gegenstand mitgenommen zu haben. Anschließend fuhr er zum Recyclinghof und lud dort ab.

Während des Abladevorgangs hätten dort auch weitere 10 bis 15 Personen Wertstoffe angeliefert. Da Anlieferer von Wertstoffen beim Recyclinghof üblicherweise nicht registriert werden, gestalten sich die weiteren Ermittlungen zur Herkunft des Sprengkörpers sehr schwierig.