nach oben
Über den Breitbandausbau diskutierten (von rechts) Erster Landesbeamter Wolfgang Herz, Verbandsvorsitzender Jörg-Michael Teply und Landrat Bastian Rosenau mit den Abgeordneten Gunther Krichbaum, Erik Schweickert, Katja Mast und Stefanie Seemann sowie Sven Besser und Florian Enghofer vom Zweckverband Breitbandversorgung im Enzkreis. Foto: Privat
Über den Breitbandausbau diskutierten (von rechts) Erster Landesbeamter Wolfgang Herz, Verbandsvorsitzender Jörg-Michael Teply und Landrat Bastian Rosenau mit den Abgeordneten Gunther Krichbaum, Erik Schweickert, Katja Mast und Stefanie Seemann sowie Sven Besser und Florian Enghofer vom Zweckverband Breitbandversorgung im Enzkreis. Foto: Privat
27.07.2018

Experten diskutieren über Breitbandversorgung im Enzkreis

Enzkreis. Um den Ausbau mit schnellen Glasfaserleitungen ging es bei einem Gespräch, zu dem Landrat Bastian Rosenau und Jörg-Michael Teply, Vorsitzender des Zweckverbandes Breitbandversorgung im Enzkreis, die Abgeordneten aus dem Landkreis eingeladen hatten.

Gemeinsam legten sie Katja Mast und Gunther Krichbaum (Bundestag) sowie Stefanie Seemann und Erik Schweickert (Landtag) dar, wo sich der aktuelle Standpunkt befinde und wo die Schwierigkeiten auf dem Weg zum flächendeckenden schnellen Internet liegen.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass trotz der bereits geleisteten Arbeit noch viel zu tun ist: Bis Ende 2021 soll das rund 230 Kilometer lange Backbone-Netz für die Breitbandkommunikation in der Region fertig sein. Komplett neu gebaut werden sollen rund 67 Kilometer, für den Rest ist eine Pachtung bestehender Glasfaserkabel vorgesehen. Gleichzeitig beginnt bereits der innerörtliche Ausbau – je nach Ausbaubeschluss der Verbandsgemeinden.

„Wir sind ebenso wie die Gemeinden auf beträchtliche Fördermittel von Land und Bund angewiesen“, betonte Jörg-Michael Teply. Allerdings stehe man vor dem Problem, dass die Planungen des Zweckverbandes nicht mit dem Materialkonzept des Bundesförderprogramms kompatibel sind. Dieses sei erst danach eingerichtet worden. Die Folge: „Wir können derzeit keine Fördermittel beim Bund beantragen“, so Teply.

„Das Bundesförderprogramm wird zum 1. August 2018 neu aufgelegt und ist mit zusätzlichen Milliarden ausgestattet. Vor diesem Hintergrund wäre es äußerst bedauerlich, wenn der Enzkreis hiervon nicht profitieren könnte“, meinte dazu Gunther Krichbaum (CDU). „Ziel muss es sein, dass das Programm insbesondere in dieser Hinsicht flexibler oder mit Ausnahmen gestaltet wird, um den flächendeckenden Breitbandausbau – auch im Hinblick auf das Ziel der flächendeckenden Versorgung bis 2025 – weiter voranzubringen“, betonte Katja Mast (SPD). Beide wollen sich beim zuständigen Bundesverkehrsministerium für dieses Anliegen einsetzen.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.