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In der Asylunterkunft an der Ecke Hauffstraße/Wielandstraße in Enzberg kommt es laut Anwohnern immer wieder zu massiven Lärmbelästigungen. Foto: Hepfer
In der Asylunterkunft an der Ecke Hauffstraße/Wielandstraße in Enzberg kommt es laut Anwohnern immer wieder zu massiven Lärmbelästigungen. Foto: Hepfer
20.05.2019

Exzessive Feiern in der Flüchtlingsunterkunft: Mehrere Beschwerden von Bürgern in Enzberg

Mühlacker-Enzberg. Die Klagen von Bürgern über die Zustände in Enzberg reißen nicht ab. Nachdem in den vergangenen Jahren insbesondere Angehörige der Roma im Bereich des Rathausplatzes für Lärmbelästigungen und zahllose Beschwerden der Anwohner sorgten, rückt nun die Flüchtlingsunterkunft an der Ecke Wieland-/Hauffstraße in den Fokus.

Seit im Zuge der Flüchtlingskrise das einstige Firmengebäude und Fitnesscenter zur Asylunterkunft umgebaut wurde, gibt es immer wieder Ärger, wie mehrere Anwohner gegenüber der PZ schildern. Am Wochenende ist die Situation nun offensichtlich derart unerträglich gewesen, dass gleich mehrfach Einsatzkräfte der Polizei und der Citystreife anrücken mussten.

Anwohner Jochen Eberhard hat seinem Frust auch im Namen etlicher Nachbarn, die anonym bleiben möchten, in einem Schreiben Luft gemacht. Die Mail hat er ans Landratsamt, an die Stadtverwaltung sowie an CDU-Fraktionssprecher Günter Bächle gesendet. Eberhard klagt, dass die von jungen Schwarzafrikanern bewohnte Unterkunft immer wieder ein Treffpunkt für zahlreiche Flüchtlinge auch aus anderen Kommunen sei und teilweise ganze Tage lang exzessiv gefeiert werde. „Die direkten Anlieger haben durch diese Katastrophe keine Wohnkultur mehr“, schreibt Eberhard und untermauert seine Vorwürfe, als ihn die PZ telefonisch erreicht: „Wir haben hier ständig Halli Galli und fordern nun, dass das endlich aufhört.“

Eine weitere Anwohnerin erklärt, gerade an den Wochenenden sei die Situation längst unerträglich. Dann fließe auch häufig der Alkohol in Strömen – entsprechend ungehemmt werde gefeiert, gegrölt und gestritten.

„Die Polizei kommt dann zwar und sorgt auch für Ruhe, aber kaum sind die Beamten weg, geht das ganze Theater oftmals wieder von vorne los“, so die Frau, die anonym bleiben möchte.

Mit ihrem Ansinnen, dass sich die Situation wieder ändert, sind die Anwohner immerhin nicht alleine: CDU-Sprecher Günter Bächle wandte sich ebenfalls in einem Schreiben ans Landratsamt und forderte Landrat Bastian Rosenau auf, sich der Sache anzunehmen: „Es besteht akuter Handlungsbedarf. Der Enzkreis darf die Dinge nicht treiben lassen, sondern muss jetzt entschieden dagegen vorgehen und die Missstände abstellen.“ Da die Flüchtlingszahlen seit geraumer Zeit deutlich zurückgingen, sei es sowieso unverständlich, dass die Einrichtung mitten in einem Wohngebiet weiterhin genutzt werde.

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