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Mischa Dambrowsky (von links), der FDP-Ortsvorsitzende in der Senderstadt, und Kreisvorsitzender Hans-Ulrich Rülke ehren Bruno Oser aus Mühlacker für 50 Jahre Mitgliedschaft. Dazu gratulieren auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Erik Schweickert und Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider. Foto: Prokoph
Mischa Dambrowsky (von links), der FDP-Ortsvorsitzende in der Senderstadt, und Kreisvorsitzender Hans-Ulrich Rülke ehren Bruno Oser aus Mühlacker für 50 Jahre Mitgliedschaft. Dazu gratulieren auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Erik Schweickert und Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider. Foto: Prokoph
29.07.2018

FDP-Kreisverband stellt Weichen für Europawahl

Mühlacker/Pforzheim/Enzkreis. Bei der Mitgliederversammlung des FDP in Mühlacker macht Roland Papesch das Kandidatenrennen – Bruno Oser wird dabei für 50 Jahre Parteitreue geehrt

Bruno Oser ist ein bekannter Mann in Mühlacker. Seit 50 Jahren gehört der ehemalige Polizist und Senderstädter Gemeinderat nun der FDP an und ist immer noch ihr Schatzmeister. In der Mitgliederversammlung des FDP-Kreisverbands mit anschließendem Sommerfest am Samstag im Mühlacker Restaurant „Scharfes Eck“ haben der Kreisvorsitzende und Chef der FDP-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Rülke, sein Stellvertreter und Landtagsabgeordneter Erik Schweickert sowie der Ortsverbandsvorsitzende Mischa Dambrowsky den treuen Weggefährten geehrt.

„Bruno Oser war der erste FDP-Stadtrat in Mühlacker“, lobte Rülke den Jubilar. „Wir haben viele und schöne Erfolge erzielt“, so Rülke, der Oser bereits seit 25 Jahren kennt. „Es hat mir bei der FDP immer gut gefallen, das ist ein lockerer Haufen, der auch mal auf den Tisch hauen kann“, sagte Oser. „Man konnte Dir immer blind vertrauen“, lobte Mühlackers FDP-Ortsvorsitzender Mischa Dambrowsky den langjährigen Schatzmeister. „Wir sind als FDP gut aufgestellt“, blickte Rülke zufrieden zurück. Die damalige Entscheidung, keine Jamaika-Koalition zu bilden, sei richtig gewesen, so Rülke weiter. „Wir freuen uns auf die nächste Landtagswahl.“

Auch Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider ist ein FDP-Mann, der bei der Sitzung ebenfalls anwesend war. Überdies hat sich der neue Pforzheimer Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn als FDP-Mitglied den rund 30 Teilnehmern vorgestellt. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihnen“, sagte Fillbrunn, der ab September in Pforzheim seinen Dienst antritt.

Spannend wurde es dann in der Sitzung, als es darum ging, den Kandidaten des Kreisverbandes für die Europawahl zu finden. Die zwei Pforzheimer Bewerber, der 28 Jahre alte Roland Papesch und der 60 Jahre alte Rainer Semet erzielten beim ersten Wahlgang jeweils 13 Stimmen und eine Enthaltung. Bei der zweiten Wahl siegte Papesch dann mit einer Stimme Mehrheit. „Wir müssen die Erfolge der Europäischen Union in die Fläche tragen“, lautete Papeschs Appell. Und Semet war davon überzeugt, die Menschen für Europa mit Argumenten begeistern zu können. Den Brexit von Großbritannien fand Papesch bedauerlich und Semet plädierte für klare Verhandlungen.

Zur Landesverbandstagung am 20. Oktober in Schwäbisch Gmünd reisen nun die bei der Versammlung gewählten zwölf Delegierten, Johannes Baumbast, Elke und Odin Bohnenberger, Bärbl und Rupprecht Maushart, Hans-Ulrich Rülke, Erik Schweickert, Frank Schneider, Rainer Semet, Christoph Wagner, Veit Kibele und Roland Papesch. Als Ersatzbewerber wurden Mischa Dambrowsky, Matthias Köhler, Brigitte Römer und Monika Descharmes gewählt. Überdies stellten sich Nicole Büttner-Thiel (Karlsbad) und Andreas Glück (Münsingen) als Bewerber um den Spitzenplatz bei der FDP für die Europawahl vor.