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Trialfahrer Alexander Hartmann (19) vom TV Schmie in Aktion. Foto: Kollros
Trialfahrer Alexander Hartmann (19) vom TV Schmie in Aktion. Foto: Kollros
16.09.2018

Fahrrad-Trial-Akrobaten zeigen ihr meisterliches Können beim TV Schmie

Maulbronn-Schmie. Packender Zweirad-Sport war am Wochenende beim Maulbronner Schefenacker-Wald angesagt: Der Turnverein Schmie war Ausrichter zweier Läufe zur Süddeutschen Trial-Meisterschaft sowie des Trial-Pokals.

Jeweils rund 100 Starter gingen an den beiden Tagen an den Start, darunter auch in dieser Sportart prominente Radkünstler. So war aus der direkten Nachbarschaft am Samstag die Ötisheimerin Nina Reichenbach angetreten. In der gemischten Gruppe musste die Welt- und neue Europameisterin freilich der männlichen Konkurrenz den Vortritt lassen und sich mit Platz vier in der Junioren-Klasse begnügen. Ebenso am Start war der letztjährige Vizeweltmeister Dominik Oswald aus dem südbadischen Ettenheim und Junioren-Europameister Oliver Widmann aus Marbach. Also ein Starterfeld, das durchaus die „Crème de la Crème“ in dieser Sportart beim TV Schmie zusammenbrachte.

TV Schmie erneut Ausrichter

Zum zweiten Mal nach 2016 erhielten die Maulbronner Vorstädter den Zuschlag für die Ausrichtung dieses Wettbewerbs und mussten am Wochenende gleich doppelt ran: Weil im Frühsommer Meisterschaftsläufe beim MSC Falke Wildberg-Sulz wegen des Befalls des Eichenprozessionsspinners auf dem Vereinsgelände abgesagt werden mussten, sprangen die Schmie’mer in die Bresche, und dies zur vollsten Zufriedenheit der bis von Kiefersfelden angereisten Fahrer und zahlreicher Zaungäste aus der Region.

Die Gastgeber hatten anspruchsvolle Parcours vorbereitet – mit bis zu weit über zwei Meter im Radius messenden Kabeltrommeln in der Elite-Klasse und auch immerhin noch über einen Meter hohe Felsbrocken in der Master-Klasse. „Das erfordert Balancevermögen, Körperkontrolle und natürlich auch viel Kraft. Aber es macht riesigen Spaß“, so Alexander Hartmann (19), einer der erfolgreichen Sportler des gastgebenden Vereins, der am Samstag einen Siegerplatz einfuhr. Was ihm am Trial so gefällt: Der Zusammenhalt weit über die Vereinsgrenzen hinaus, und man hüpft eben gern mit seinem Rad über die Hindernisse hinweg. Schon als Neunjähriger hat er mit Trial begonnen. Und das Gefahrenpotenzial? „Man muss für sich selbst einschätzen, was man sich zutrauen kann“, erklärt Hartmann. An sich berge Trial weniger Verletzungspotenzial als etwa Fußball. Voraussetzung sei eben, dass das Material nicht versage. Und man treffe auch Vorkehrungen: Der Helm sei Pflicht und Schienbeinschutz, Handschuhe und ein Rückenprotektor im eigenen Interesse.

Rund zwei Dutzend Mitglieder zählt die Trial-Abteilung beim TV Schmie, berichtet Abteilungsleiter Kai Lorenz, selbst aktiver Fahrer. Seit fünf Jahren besitze man das Gelände zwischen der B 35 und dem Wald am Schefenacker. „Und es wird immer professioneller, wächst von Jahr zu Jahr“. Nur eines bedauert der Vereinschef Jürgen Link: „Es gibt hier leider keinen Strom und auch kein Wasser“.

Alle Ergebnisse sind unter www. fahrradtrial.de abrufbar.