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Die Kieselbronner Landfrauen sorgen mit einem „Hexentanz“ für Furore. Foto: Manfred Schott
Die Kieselbronner Landfrauen sorgen mit einem „Hexentanz“ für Furore. Foto: Manfred Schott
12.03.2018

Familienabend der Landwirtschaft in der Gemeindehalle Dürrn

Enzkreis/Ölbronn-Dürrn. Der Familienabend der Landwirtschaft ist ein festes Datum im Terminkalender aller mit der Landwirtschaft, dem Weinbau und dem ländlichen Raum verbundenen Gruppierungen in der Region. Dass dieses Treffen vor der bevorstehenden Saison, die wieder alle Arbeitskräfte bindet, auch nach 43 Jahren bei den Familien und vor allem auch bei der Jugend so beliebt ist, darüber freuten sich Ulrich Hauser, der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes, und Jürgen Krepp, der Leiter des Landwirtschaftsamts Enzkreis, bei der Begrüßung der Gäste in der vollbesetzten Dürrner Gemeindehalle.

Auch Landtagsabgeordneter Erik Schweickert (FDP) und Ölbronn-Dürrns Bürgermeister Nobert Holme ließen es sich nicht nehmen, beim Fest dabei zu sein. Beteiligt am abwechslungsreichen und humorvollen Programm waren der Bauernverband Enzkreis, die Kreislandjugend, die Kreislandfrauen, der Verein landwirtschaftlicher Fachbildung Enzkreis (VLF) und das Landwirtschaftsamt des Enzkreises.

Die einzelnen Gruppen demonstrierten, dass sie nicht nur auf dem Hof, sondern auch auf der Bühne einiges zu bieten haben. Dass ihnen dies bestens gelungen ist, zeigten die Lachsalven, die Begeisterung der Gäste und der enorme Beifall nach den Auftritten. Deborah Elsässer von der Landjugend führte durchs Programm. Der Gesangverein Dürrn sorgte für das leibliche Wohl der Gäste und die Landjugend schmiss den Barbetrieb. Die Sunshine-Band begleitete den Abend musikalisch. Das Programm eröffnete das Bäuerliche Bläserensemble, eine zwölfköpfige Blechbläsergruppe, die sich extra aus Musikvereinen und Posaunenchören für den Familienabend formierte. Sie präsentierten das „Trumpet voluntary“ von John Standley, den Gospelvortrag „By and By“ sowie Volkslieder.

Dazwischen sorgte die VLF-Vorsitzende Jeanette Richt mit ihrer humorvoll gereimten Schilderung „Als Landwirt hat man es nicht leicht“ für die ersten Lachsalven.

Die Landfrauen aus dem benachbarten Kieselbronn unter der Leitung von Doris Theilmann holten ihre Besen und die weiß getupften roten Schürzen aus dem Schrank und machten mit einem „Hexentanz“ Furore. „A bissle Mehl on a bissle Eier, a bissle Wasser, on a bissle Salz“, mit dieser badisch-schwäbischen Koch-Show mit Gesang zeigte das Künstler-Ensemble des VLF Enzkreis unter Einbeziehung des Publikums, wie humorvoll das baden-württembergische Nationalgericht auch zubereitet werden kann.

Dieselbe Truppe strapazierte bei ihrer Parodie über den „Pflegenotstand im Seniorenheim“ nochmals die Lachmuskeln. Die gemeinsame Morgentoilette der sieben „Insassen“ mit einer Kommandos pfeifenden Pflegerin war schon grotesk. Schließlich parodierten Sören Henne, Leonhardt Gretz, Michael Stößer, Manuel Keller und Deborah Elsässer von der Landjugend mit dem Sketch „Auf dem Landwirtschaftsamt“ den Kampf der Landwirte mit der Bürokratie.