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Schreckliches Familiendrama in Zaisersweiher: Eine Frau hat ihren Ehemann mit mehreren Messerstichen getötet. © Seibel
Das SEK aus Göppingen wurde zum Tatort nach Zaisersweiher gerufen. Foto: Symbolbild © dpa
Foto: Symbolbild © Seibel
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31.03.2015

Familiendrama in Zaisersweiher: Ehemann stirbt nach Messerstichen

Ein tödliches Familiendrama hat sich am frühen Dienstagmorgen in der August-Luppold-Straße im Maulbronner Ortsteil Zaisersweiher ereignet. Die Polizei geht davon aus, dass eine Frau dort ihren 55-jährigen Ehemann erstochen hat.

Bildergalerie: Familiendrama in Zaisersweiher: Frau ersticht Mann

Die 51-Jährige verletzte sich danach mit einem Messer lebensgefährlich im Bauch und musste notoperiert werden. Nach Polizeiangaben konnte sich bisher nicht vernommen werden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, hatte der Vater gegen 4.30 Uhr die Polizei alarmiert: Blutverschmiert war seine Tochter zu ihm in seine einige hundert Meter entfernt liegende Wohnung gelaufen und hatte erzählt, dass ihr Mann blutüberströmt auf der Straße liege. Die Polizei- und Rettungskräfte fanden wenig später den 55-jährigen Ehemann der Frau mit einer Vielzahl von Stichverletzungen in einer Einfahrt nahe seiner Wohnung leblos auf dem Boden liegend. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte die Frau in der gemeinsamen Wohnung des Einfamilienhauses im Ortsteil Zaisersweiher mehrmals auf den Mann eingestochen. Das blutende Opfer schleppte sich dann noch aus dem Haus und starb. Bis zum Eintreffen der Polizei hatte sich die Mutter zweier erwachsener Kinder in ihre Wohnung zurückgezogen und drohte den Polizeibeamten über die Sprechanlage damit, sich selbst das Leben zu nehmen, weshalb Spezialeinsatzkräfte angefordert wurden.

Trotz Zuredens geschulter Beamte der Verhandlungsgruppe öffnete die Frau nicht. Um 7 Uhr drangen Kräfte des Spezialeinsatzkommandos in das im ersten Obergeschoss befindliche Zimmer des Einfamilienhauses. Die Frau wurde durch die ebenfalls anwesenden Notärzte mit Stichverletzungen im Bauchraum aufgefunden, die sie sich offenbar vor dem Zugriff der Polizeibeamten selbst zugefügt hatte. Ob es sich um die gleiche Waffe handelte, wird noch ermittelt. Die Frau wurde mit den lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert und konnte bislang noch nicht zur Sache vernommen werden.

Die Hintergründe der Tat liegen derzeit noch im Dunkeln. Die Familie sei bisher polizeilich nicht in Erscheinung getreten und habe nach Polizeiangaben wohl ein "äußerlich intaktes Familienleben" geführt. Der Vater der 51-Jährigen gehe nicht davon aus, dass seine Tochter die Tat verübt habe, so ein Polizeisprecher gegenüber der PZ. Auch Alkohol war nach ersten Erkenntnissen nicht im Spiel; ebenso wenig gibt es bislang Erkenntnisse über Streitereien zwischen den beiden. Das Paar hat zwei erwachsene Kinder, die nicht mehr bei den Eltern wohnten. Sie waren an den Tatort gekommen und werden laut einem Polizeisprecher psychologisch betreut.

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