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Initiatorin Karin Eckstein ist zuversichtlich, dass die Familienherberge Lebensweg vor einer guten Zukunft steht. Foto: Lutz
Initiatorin Karin Eckstein ist zuversichtlich, dass die Familienherberge Lebensweg vor einer guten Zukunft steht. Foto: Lutz
22.02.2019

Familienherberge Lebensweg in Schützingen stellt sich neu auf

Illingen-Schützingen. Sie zählt bereits zu den wichtigsten sozialen Einrichtungen im Enzkreis – und das, obwohl die Familienherberge Lebensweg im Illinger Teilort Schützingen erst im Mai vergangenen Jahres eröffnet wurde. Doch hinter den Kulissen scheint es schon seit geraumer Zeit gebrodelt zu haben – dies hat nun personelle Konsequenzen.

Die PZ klärt die wichtigsten Fragen.

Was ist vorgefallen?

In zwei am Freitag veröffentlichten Pressemitteilungen erläutern sowohl die bisherigen Vorstände des Fördervereins der Familienherberge als auch Initiatorin und Geschäftsführerin Karin Eckstein gemeinsam mit ihrem Co-Geschäftsführer Martin Mörmann, dass die Vorstände des Fördervereins zurücktreten möchten. Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die Ende März stattfinden soll, will die Führungsriege des Vereins ihre Ämter demnach zur Verfügung stellen.

Was sind die Hintergründe dieser Entwicklung?

Bislang haben sowohl der Förderverein wie auch die Betriebsführung der Herberge Spenden gesammelt, die auf getrennte Konten flossen. Künftig soll das Spendenmanagement in einer Hand liegen – und zwar bei der gemeinnützigen GmbH, also ausschließlich bei der Familienherberge und nicht mehr beim Förderverein. Die Vorstände des Vereins sind jedoch der Auffassung, dass die Verantwortung für Spenden und Öffentlichkeitsarbeit beim Förderverein liegen muss. Da sich dies nun ändere, trete man zurück.

Welche Auswirkungen hat der Schritt für die Familienherberge?

Initiatorin Karin Eckstein erläutert in einem Pressegespräch gegenüber der PZ, dass das Weiterbestehen der Einrichtung sichergestellt sei. Man habe sich zu der Umstrukturierung entschlossen, um die Spendenbeschaffung in Zukunft „fachkompetent zu steuern und zu koordinieren“. Strukturen, die bislang noch doppelt bestünden, sollen entschlackt werden. „Wichtig ist es mir, zu betonen, dass sich für unsere Gäste nichts ändert und der Betrieb ganz normal weiterläuft.“

Wie hat sich die Einrichtung insgesamt entwickelt?

Sehr positiv, wie Karin Eckstein erläutert. Die Familienherberge werde als dringend benötigtes soziales Angebot wahrgenommen und bei den Gästen geschätzt. „Obwohl wir noch nicht einmal ein Jahr geöffnet haben, waren einige Gäste schon zum wiederholten Male vor Ort“, so Eckstein. Dass die Einrichtung dringend notwendig und unterstützenswert sei, betonen auch die scheidenden Vorstandsmitglieder des Fördervereins. Gerade aus diesem Grund hätten sie sich dazu entschlossen, zurückzutreten: Anhaltende Streitigkeiten über Kompetenzen sollten das Projekt nicht gefährden.

Mehr lesen Sie am 23. Februar in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.