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Janine Kalb aus Berlin und ihre Tochter Nele (12) fühlen sich in der Schützinger Familienherberge gut aufgehoben. Vom Betreuungsangebot profitieren beide. Foto: Hepfer
Janine Kalb aus Berlin und ihre Tochter Nele (12) fühlen sich in der Schützinger Familienherberge gut aufgehoben. Vom Betreuungsangebot profitieren beide. Foto: Hepfer
Im Gästebuch haben sich schon etliche Besucher verewigt. Gerne zeigen das Stefanie Köppl-Rau (von links) aus dem Lebensweg-Team, die ehrenamtlichen Empfangsdamen Heike Glawa und Christa Gayer sowie Projekt-Initiatorin Karin Eckstein. Foto: Hepfer
Im Gästebuch haben sich schon etliche Besucher verewigt. Gerne zeigen das Stefanie Köppl-Rau (von links) aus dem Lebensweg-Team, die ehrenamtlichen Empfangsdamen Heike Glawa und Christa Gayer sowie Projekt-Initiatorin Karin Eckstein. Foto: Hepfer
16.08.2018

Familienherberge Lebensweg in Schützingen zur Ferienzeit ausgebucht

Illingen-Schützingen. Die Familienherberge Lebensweg in Schützingen ist zur Ferienzeit ausgebucht. Dort können schwerkranken Kinder und deren Eltern die Ablenkung vom stressigen Alltag genießen.

Die kleine Nele aus Berlin ist ein äußerst aufgewecktes Kind. Und das zeigt die Zwölfjährige auch immer wieder nach außen, freut sich, lacht und lässt ihre Arme und Beine ausgiebig kreisen. Kaum zu glauben, dass das Kind schwerst pflegebedürftig ist und zu allem Übel auch noch seit über zehn Jahren ein transplantiertes Herz im Leib trägt. Doch ihre Lebensfreude hat Nele nicht verloren und sie blüht während ihrer Schulferien in der Familienherberge Lebensweg in Schützingen förmlich auf. „Ich mag besonders die Pferde dort drüben in der Koppel. Hühner und Schafe habe ich auch schon gefüttert“, erzählt die Zwölfjährige stolz.

Dass sich ihre Tochter in der speziell für solche Bedürfnisse konzipierten Einrichtung pudelwohl fühlt und rund um die Uhr von Fachkräften betreut und umsorgt wird, macht auch ihre Mutter Janine glücklich. Die 45-jährige Alleinerziehende ist weit aus Berlin-Steglitz angereist und hat sich schon im Februar darum bemüht, in der Familienherberge Lebensweg die Sommerferien verbringen zu können. Dabei ist die Schützinger Einrichtung erst seit drei Monaten geöffnet. „Wir sind hier super vom Team und von den Pflegekräften aufgenommen worden“, lobt Janine Kalb und genießt die Zeit, auch mal mit einem guten Buch in der Hand auf der sonnendurchfluteten Terrasse zu sitzen. „Zu Hause in Berlin kann ich im Alltag zwischen Beruf, Schule, Kind, Therapie und Arzt nicht wirklich abschalten“, erzählt sie. „Hier sind wir beide rund um die Uhr versorgt und können die Seele baumeln lassen“, sagt sie und spricht dabei auch für die anderen Herbergsgäste.

Während Nele beim Bastelkurs betreut wird, ins Schwimmbad oder mit anderen Kindern spazieren geht, kann sich ihre Mutter etwa bei einem Malkurs ablenken. Damit schafft die Familienherberge eine Komfortzone mit hohem Wohlfühlfaktor für die ganze, im Alltag oft sehr gestresste Familie.

„Ich sehe mit Freude, dass dieses Konzept aufgeht“, sagt Karin Eckstein, Initiatorin der Familienherberge.

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