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10.12.2016

Fertigstellung des Dürrner Rathauses im April geplant

Ölbronn-Dürrn. Die Sanierung und Modernisierung des historischen Rathauses in Dürrn ist derzeit die größte Investitionsmaßnahme der Gemeinde – und auch das Flaggschiff der laufenden Ortskernsanierung. Nun kommt die Zielgerade in Sicht.

„Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten bis Ende April 2017 abgeschlossen sein werden“, erklärte Architekt Frank Morlock in der Gemeinderatssitzung. Zu den abschließenden Maßnahmen im März und April 2017 wird neben den letzten baulichen Arbeiten auch ein künstlerischer Schaffens- akt unmittelbar am Bauwerk gehören. Im Auftrag der Gemeinde wird der Freie Architekt und freischaffende Künstler Michael Schönpflug (50) eine große Wand im repräsentativen Eingangsbereich des Rathauses künstlerisch gestalten. Der vorgesehene Platz befindet sich dort, wo künftig auch das neue Bürgerbüro sein wird.

Im Erdgeschoss des 1744 errichteten Rathausgebäudes befand sich ursprünglich die Alte Kelter der Gemeinde Dürrn. Im Zuge der Sanierung wurde der Kelterraum, wie viele anderen Gebäudeteile auch, von vielen baulichen Sünden früherer Umbauten befreit, die keine Rücksicht auf die ursprüngliche Gebäudestruktur genommen hatten. Jetzt hat der ehemalige Kelterraum wieder seine bemerkenswerte historische Höhe von viereinhalb Metern. Gut zehn Quadratmeter Wandfläche sollen in Gestalt einer Collage mit ornamentalen und textlichen Elementen gestaltet werden. Den historischen Kontext als Kelter aufnehmend, ist dabei an eine Formgebung gedacht, die von rankenden Weinreben inspiriert ist.

Die Idee zur „Kunst am Bau“ hatte Bürgermeister Norbert Holme. Ein solch großes und prägendes Projekt der Gemeinde verdiene es, durch diese ganz auf die Eigenart des Gebäudes abgestimmte künstlerische Arbeit eine entsprechende Bereicherung zu erfahren, so der Schultes.

Firma gekündigt

Auch einen Wermutstropfen gibt es bei der ansonsten gut vonstattengehenden Sanierung: Die mit dem umfangreichen Gewerk „Putz- und Stuckarbeiten“ beauftragte Firma habe nach anfänglicher Tätigkeit die Arbeiten auf der Baustelle zunehmend schleifen lassen und schließlich ganz eingestellt, so Frank Morlock. Sogar auf Kontaktversuche habe die Firma nicht mehr reagiert, so dass man den Werkvertrag am 18. November habe kündigen müssen. Betroffen vom Ausfall sind auch Arbeiten an der Fassade. Hier muss nun im Frühjahr noch einmal ein Gerüst aufgestellt werden. Die Kosten hierfür sowie weitere durch die Nichterfüllung des Vertrages entstehende Mehrkosten sollen der Firma in Rechnung gestellt werden. Durch den Verzug ist die gesamte Baumaßnahme bislang um vier bis sechs Wochen ins Hintertreffen geraten. In der Gemeinderatssitzung wurden die noch auszuführenden Teile der Putz- und Stuckarbeiten im Volumen von 55 000 Euro an ein Unternehmen aus Gemmrigheim vergeben.