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08.05.2009

Feuerlöscher versprüht und Großeinsatz provoziert

KNITTLINGEN. Es gibt Ereignisse, da sind die Rettungskräfte nicht nur wegen der jüngsten Ereignisse in Baden-Württemberg wie elektrisiert. Zum Beispiel, wenn ein Alarm aus einer Schule gemeldet wird. Und so kam es folgerichtig in den frühen Morgenstunden am Freitag zu einer massiven Aktion von Polizei und Rettungskräften an der Dr.-Johannes-Faust-Schule in Knittlingen. Ein Brandmelder war ausgelöst worden.

Um Punkt 5 Uhr hatte Knittlingens Feuerwehrkommandant Markus Haberstroh das Ereignis auf seinen Alarmmelder. Sechs Fahrzeuge und 39 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Knittlingen eilten von der nahe gelegenen Feuerwache zum Einsatzort. Auch die Polizei und DRK-Rettungskräfte waren zur Knittlinger Schule gefahren. Hier entpuppte sich das Geschehen für die unter Atemschutz ins Gebäude eindringenden Feuerwehrmänner jedoch nicht als Brand.

Nach Auskunft von Kreisbrandmeister Bernd Straile aus Mühlacker waren zwei im Gebäude befindliche Feuerlöscher mutwillig von Unbekannten ausgelöst und im Schulgebäude abgeblasen worden. Das Pulver war in den Schulgängen versprüht worden und hatte dann den Feueralarm ausgelöst. Die Polizeidirektion Pforzheim bezifferte auf PZ-Anfrage den Schaden in der Schule auf 1000 Euro. Die Spurenauswertung sei angelaufen.

Die ebenfalls zur Schule geeilte Rektorin Heidi Bopp zeigte sich wenig erfreut über die Situation. Mit Knittlingens Feuerwehrkommandant und dem Kreisbrandmeister begutachtete sie die mutmaßliche Einbruchstür am Gebäude der oberen Klassen und Fachräume. Da nach Feuerwehrangaben nur die Gänge, nicht aber die Zimmer eingenebelt worden seien, sei ein Unterrichten möglich.

Bereits in den frühen Morgenstunden war nach Angaben der Einsatzkräfte auch Knittlingens Bürgermeister Heinz-Peter Hopp über den Vorfall informiert worden. Hopp hatte sich erst in dieser Woche über mutwillige Zerstörungswut im Stadtgebiet beschwert und auf diverse Schadensereignisse bei einem Pressegespräch hingewiesen.