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Der Regisseur Serdar Dogan bei den Dreharbeiten zu "Kopfkino". Foto: privat
serdar dogan © privat
11.11.2011

Film von Regisseur aus Mühlacker läuft bundesweit

Mühlacker. "Ich bin sehr zufrieden, was mein No-Budget-Projekt mittlerweile alles erreicht hat“, sagt Serdar Dogan. Der Regisseur aus Mühlacker, der hauptberuflich Werbefilme in Karlsruhe dreht, hat durch seinen Debütfilm „Kopfkino“ sehr viel erlebt und gelernt, wie er erzählt. Sein erster Kinofilm lief auch auf US-Filmfestivals.

Bei den Los Angeles Movie Awards wurde Kopfkino in der Kategorie Spielfilm geehrt. Gezeigt wurde Kopfkino deutschlandweit. Berlin, Frankfurt, Würzburg, Mannheim, Karlsruhe – eine Vorstellung gab es auch im Scala-Filmtheater in Mühlacker, wo Dogan viele Jahre lang lebte und wo der 33-jährige Wahlkarlsruher 1998 sein Abitur am Theodor-Heuss-Gymnasium abgelegt hat. Mit Livemusik, Regisseur und Darstellern war der Film auf Deutschlandtour. Kopfkino ist auch eine Art Musikfilm, bei dem echte Musiker vor der Kamera mitwirken. „Die Kombination von Film und Livemusik sowie Frage-Antwort-Gespräch mit Regisseur und Darstellern kam sehr gut beim Publikum an“, sagt Dogan.

Die Idee, einen Spielfilm zu drehen, hatte Dogan bereits seit seiner Jugend. Im Frühjahr 2010 wurde Kopfkino dann in der Region – unter anderem im Brötzinger Jazzclub domicile und im Kupferdächle in Pforzheim – gedreht. Das Thema der Liebeskomödie: Junge verliebt sich in Mädchen und tut einiges, um sie zu erobern. Als Independentfilm ohne Budget sei es nicht einfach gewesen, gegen die „Hollywoodpresse-Maschinerie“ anzukommen, zieht Dogan ein Fazit. Aber dank Facebook und Internet hätten durchschnittlich etwa 100 Besucher eine Vorführung gesehen – Zuschauerrekord waren 400 Besucher in Mannheim. „Insgesamt haben den Film ungefähr 4000 Zuschauer deutschlandweit gesehen. Sicherlich auch aufgrund des Live-Musik-Eventcharakters.“ nad