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Das Kinderzentrum in Maulbronn besteht aus einer Klinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie und einem ambulanten Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ). Foto: PZ-Archiv/Privat
Das Kinderzentrum in Maulbronn besteht aus einer Klinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie und einem ambulanten Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ). Foto: PZ-Archiv/Privat
Erfolgreich den Wiedereinstieg als Ärztinnen am Maulbronner Kinderzentrum haben Anna Deborah Cotic (von links), Dr. med. Barbara Darrelmann und Dr. med. Anke Kaltenbach geschafft. Darüber freut sich auch Professor Dr. Rainer Blank (Zweiter von links), der ärztliche Geschäftsführer der Klinik. Foto: Privat
Erfolgreich den Wiedereinstieg als Ärztinnen am Maulbronner Kinderzentrum haben Anna Deborah Cotic (von links), Dr. med. Barbara Darrelmann und Dr. med. Anke Kaltenbach geschafft. Darüber freut sich auch Professor Dr. Rainer Blank (Zweiter von links), der ärztliche Geschäftsführer der Klinik. Foto: Privat
16.05.2019

Flexibel dank Frauenpower: So wirkt eine Maulbronner Klinik dem Ärztemangel entgegen

Maulbronn. Am Kinderzentrum in Maulbronn arbeitet viel weibliches Personal. Die Klinik wirkt damit erfolgreich dem Ärztemangel entgegen.

Landauf, landab herrscht Ärztemangel, nachdem seit Jahren zu wenige Ärzte ausgebildet, und gleichzeitig immer mehr gebraucht werden. Frauen bilden in dem Beruf mittlerweile die Mehrheit, aber mit der Entscheidung, Mutter zu werden, entstehen plötzlich Barrieren für den Wiedereinstieg. Je größer der Mangel in einer Einrichtung ist, umso größer der Druck am Arbeitsplatz. So manche Ärztin kämpft mit der Angst und fragt sich, ob sie den Wiedereinstieg nach der Kinderpause schaffen wird, ob sie das ständig wachsende Wissen und den hohen Stress im Beruf bewältigen kann. Gerade im Krankenhaus bestimmen oft die Patientenversorgung mit Not- und Nachtdiensten, wann und wie lange gearbeitet wird. Nachtdienste einerseits und die eigenen Kinder tagsüber sind ein Spagat, den viele Ärztinnen scheuen.

Das Kinderzentrum in Maulbronn, einzige sozialpädiatrische Klinik in Baden-Württemberg, stellt sogar bevorzugt Ärztinnen ein, die Mütter sind oder werden wollen. Das berichtet die Klinik in einer Pressemitteilung an die PZ. Doch warum? Professor Dr. Rainer Blank, ärztlicher Geschäftsführer, stellt fest, dass Ärztinnen, die selbst Mütter sind, viel Erfahrungswissen mitbringen, dass gerade in der Sozialpädiatrie und Jugendmedizin von Bedeutung ist. Die eigenen Erfahrungen mit den Kindern helfen etwa, zu wissen, was noch normal ist und wo man Hilfe wirklich braucht. „Sie verfügen dadurch über viel Empathie für Eltern von chronisch kranken und behinderten Kindern, von Kindern mit Entwicklungsproblemen oder mit Verhaltensstörungen, die das Kinderzentrum aufsuchen“, so Blank.

Mehr lesen Sie am Freitag, 17. Mai, in der „Pforzheimer Zeitung - Ausgabe Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.