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Foto: Symbolbild © Dietz
09.11.2016

Frau wird in Regionalbahn von Mann belästigt - Bundespolizei sucht Zeugen

Diese Zugfahrt wird eine 28-Jährige wohl so schnell nicht vergessen. Laut einer aktuellen Meldung der Bundespolizei, wurde die Frau bereits am Samstag, den 8. Oktober, in einer Regionalbahn bei Mühlacker von einem bislang unbekannten Mann belästigt.

Die 28-Jährige befand sich auf dem Nachhauseweg und stieg um 21 Uhr in Mühlacker in die Regionalbahn in Richtung Bietigheim-Bissingen ein. Nach circa fünf Minuten Fahrt wurde sie von einem unbekannten, dunkelhäutigen Mann im Gesicht berührt.

Die Geschädigte war durch die Berührung geschockt und begann zu schreien. Daraufhin drehte sich der Tatverdächtige um und lächelte die Frau provozierend an. Die 28-Jährige war derart eingeschüchtert und begann zu weinen.

Nach circa drei Minuten kam der Tatverdächtige, der mittlerweile in Begleitung eines weiteren dunkelhäutigen Mannes war, zurück und sprach die Frau an. Danach verließen beide Männer das Abteil. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Beschreibung des Tatverdächtigen: circa 170 cm groß, dunkle Hautfarbe, schwarze Haare, kurze Locken, schmales Gesicht, blaue Jacke.

Zeugen sowie weitere Geschädigte werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0721-120 160 oder unter der kostenfreien Servicenummer der Bundespolizei unter 0800-6 888 000 zu melden. Hinweise per E-Mail können unter bpoli.karlsruhe@polizei.bund.de mitgeteilt werden.

Der Landtagsabgeordnete Erik Schweickert (FDP) hat als Reaktion auf Vorfälle in Regionalbahnen wie der nun bekannt gewordenen Belästigung der 28-Jährigen eine Anfrage an die Landesregierung formuliert, mit deren Hilfe er erfahren möchte, wie die Situation entlang der Residenzbahn, der Nagoldbahn und der Zugverbindung Mühlacker-Bruchsal ist. Schweickert möchte wissen, wie oft es seit 2011 zu Übergriffen und Belästigungen und weiteren Straftaten kam, welche Personengruppen hierfür in erster Linie verantwortlich sind und welche Maßnahmen die Landesregierung ergreift, um die Reisenden zu schützen. Zudem interessiert den FDP-Politiker, wie hoch die Aufklärungsquote hinsichtlich der bekannt gewordenen Fälle ist. Lutz