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Symbolbild dpa
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11.04.2018

Frauen in der Region droht die Armuts-Falle

Enzkreis/Mühlacker. In Pforzheim und im Enzkreis arbeiten etwa 12.000 Frauen ausschließlich im Minijob; zwei Drittel von ihnen wohnen im Enzkreis. 50 Prozent dieser Frauen haben eine anerkannte Berufsausbildung und nicht wenige sogar einen Uni-Abschluss.

Martina Klöpfer, Gleichstellungsbeauftragte des Enzkreises, sieht hier großen Handlungsbedarf: „Wir müssen über die Risiken eines Minijobs aufklären, denn oft arbeiten die Frauen auf Aushilfsbasis – weit unter ihrem Bildungsniveau.“ Wer auf Dauer ausschließlich im Minijob arbeitet, sollte außerdem die eigene Altersvorsorge im Blick behalten, rät Klöpfer, und „am besten eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung anstreben, um Armut im Alter zu vermeiden.“ Zusammen mit dem „Arbeitskreis Frau und Beruf“ hat sie deshalb die Wanderausstellung „Minijob – da geht noch mehr“ der Agentur für Arbeit und des Deutschen Gewerkschaftsbundes, nachdem sie kurz zuvor in Pforzheim Station macht, auch nach Mühlacker geholt. Die Ausstellung wird vom 23. bis 26. April im Mehrgenerationenhaus Mühlacker in der Erlenbachstraße 15 zu sehen sein. Dort gibt es dann täglich Beratungsangebote für Minijobbende und Arbeitgeber.

Weitere Informationen gibt es bei Martina Klöpfer unter der Telefonnummer (07231) 3089595, per Mail an Martina.Kloepfer@enzkreis.de oder im Internet unter www.enzkreis.de/Gleichstellungsbeauftragte.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung - Region Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.