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Strafverteidiger Bastian Meyer ist von der Unschuld seines Mandanten überzeugt. Foto: Hepfer

Freispruch im Mordprozess um Brandstiftung in Oberderdingen

Karlsruhe/Oberderdingen. Im Mordprozess um einen 24-jährigen mutmaßlichen Brandstifter aus Oberderdingen ist am Mittwochvormittag ein Urteil gefallen. Der Beschuldigte war wegen dreifacher Brandstiftung angeklagt. Bei einem der Feuer in einem Oberderdinger Seniorenheim war eine 82-jährige Bewohnerin ums Leben gekommen.

Das Urteil am Mittwochvormittag lautet Freispruch. Das Schwurgericht des Karlsruher Landgerichts hatte nach Ansicht des Richters nicht genügend Indizien, um den Angeklagten zu verurteilen. Es habe zu viele Zweifel an seiner Schuld gegeben. Der 24-Jährige konnte den Gerichtssaal als freier Mann verlassen. Laut dem Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Tobias Wagner, werde man den Fall noch einmal prüfen. Eine Woche hat die Staatsanwaltschaft Zeit, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen, erst danach ist das Urteil rechtskräftig. 

Folgenschwerer Brand in Oberderdinger Seniorenheim
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Folgenschwerer Brand in Oberderdinger Seniorenheim

Strafverteidiger Meyer hielt erst am Montag sein Schlussplädoyer und machte dabei große Zweifel an der Schuld seines Mandanten geltend. Auch der 24-jährige Beschuldigte beteuerte vor Gericht, dass er keine der dargelegten Straftaten begangen habe. Dagegen hatte Staatsanwalt Martin Henzler Mitte der vergangenen Woche neben einer lebenslangen Haftstrafe vom Gericht auch noch gefordert, die besondere Schwere der Schuld festzustellen, was sich strafverschärfend auswirken würde.

Nach zwei Scheunenbränden und einem Feuer in einem Oberderdinger Seniorenheim, bei dem eine 82-jährige Bewohnerin ums Leben gekommen war, wurde der damals 23-Jährige Angeklagte festgenommen.

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