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Setzt Arbeit am neuen Standort fort: Sylvia Schwarz-Herbig.  Foto: Bischoff-Krappel 

Freiwilligenagentur Östlicher Enzkreis will mehr Integrationsarbeit leisten

Mühlacker. Sie ist aus Mühlacker nicht mehr wegzudenken: Die Freiwilligenagentur Östlicher Enzkreis, kurz FRAG, hat sich als Vermittler zwischen Menschen, die sich für ein Ehrenamt interessieren, und Institutionen, die Unterstützung benötigen, etabliert.

Anfang des Jahres ist die FRAG in neue Räumlichkeiten im Haus der Diakonischen Bezirksstelle umgezogen, da der bisherige Standort im „consilio“ anderweitig benötigt wurde. Auch wenn derzeit noch die eine oder andere technische Hürde zu bewältigen ist, freut sich Sylvia Schwarz-Herbig vom Verein „miteinanderleben“, Koordinatorin der FRAG Östlicher Enzkreis, auf die anstehenden Herausforderungen.

„Engagement-Rundfahrt“

„Im letzten Jahr habe ich gut fünfzig am Ehrenamt Interessierte und etwa sechzig Institutionen aus der Region beraten“, so Schwarz-Herbig. Zusammen mit ihrer Kollegin Mahena Weik, zuständig für die FRAG im westlichen Enzkreis, wolle man in 2019 vor allem den Anteil von Freiwilligen mit Migrations- oder Fluchthintergrund erhöhen. „Wir haben hierfür bereits Projektgelder des Landes erhalten“, berichtet die Koordinatorin. Diese sollten unter anderem für eine erneute „Engagement-Rundfahrt“ durch den Enzkreis genutzt werden, bei der potenzielle Freiwillige Institutionen kennenlernen können, die helfende Hände suchen. „Diese Rundfahrt verlief bereits im letzten Jahr erfolgreich“, erzählt Sylvia Schwarz-Herbig. „Mit der gezielten Ansprache von Migranten möchten wir unseren Beitrag leisten, diesen Personenkreis in die Gesellschaft zu integrieren und die Deutschkenntnisse dieser Menschen auszubauen“ so die Koordinatorin weiter.

Über die Bildungspaten, die schon jetzt in Mühlacker und Umgebung als Mittler zwischen den Kulturen agierten, wolle man Migranten besonders ansprechen. Zudem plane man in Kooperation mit der Hochschule Pforzheim gezielte Werbemaßnahmen. „Außerdem möchten wir in diesem Jahr auch junge Erwachsene und Menschen im mittleren Alter an ein Ehrenamt heranführen“, erklärt Schwarz-Herbig. In diesem Kontext wolle man das bundesweite Projekt „Balu und Du“ in der Region verankern, bei dem junge Menschen für mindestens ein Jahr die Patenschaft für ein Kind übernehmen und es im außerschulischen Bereich fördern. Genug zu tun also für die FRAG. Und umso besser, „dass wir über die Diakonie so schnell zentrale und barrierefreie Räumlichkeiten für die anstehenden Aufgaben gefunden haben“, wie Sylvia Schwarz-Herbig betont.