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Freude bei den Deutschland-Fans in Mühlacker © Fux
18.06.2012

Freude bei den Deutschland-Fans in Mühlacker

Mühlacker. Das gute Wetter lockte am Sonntagabend viele Zuschauer zum Public Viewing nach Mühlacker. Der Kelterplatz wurde eingetaucht in Schwarz-Rot-Gold. Mit kalten Getränken oder einem Eis stimmten sich die zahlreichen Zuschauer auf das letzte Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Dänemark ein.

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Ob Public-Viewing-Neulinge, die zum ersten Mal gekommen waren oder alte Hasen, die ihren eigenen Campingstuhl mitgebracht hatten, alle waren sie gekommen um gemeinsam die deutsche Mannschaft aus der fernen Heimat zu unterstützen.

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Dabei schien es für die meisten so, als hätte diese die Unterstützung überhaupt nicht nötig. Wenn schon ein Unentschieden zum Weiterkommen reichte, dann würde ja wohl nichts schief gehen. Dementsprechend locker und hoffnungsfroh war die Stimmung vor der Partie. Diskutiert wurde nur über die Höhe des Sieges.

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"Ich gehe an die Sache sehr locker heran, weil es klar ist, dass Deutschland 3:1 gewinnen wird. Die Mannschaft hat sehr gute Spieler und einen exzellenten Trainer", war sich Dieter Großhans vor dem Spiel sicher. Auch Kelterplatz-Dauergast Jannik Wyrich zeigte sich vor dem Anpfiff zuversichtlich. "Wir sind klarer Favorit. Ich habe auf einen 3:1-Sieg getippt."

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Dann ging es endlich los. Erste Chance, nichts. Zweite Chance, wieder nichts. Ein um das andere Mal ging ein Raunen durch die Menge. Haare raufen bei den einen, Gelassenheit bei den anderen. Dann die Erlösung. Aus dem Raunen wird lauter Jubel. Die Führung durch den Jubilar Podolski und die deutsche Fanwelt war in Ordnung. Fünf Minuten später der Ausgleich der Dänen. Kurzer Schock bei allen. Dann ein Schluck aus dem Becher, den Mund abputzen und weiter ging es.

Auch in der Halbzeitpause herrschte weiterhin Zuversicht. "Ich denke wir werden unentschieden spielen und die Holländer gewinnen. Dann sind wir zusammen mit den Dänen weiter. Das wäre super", meinte Dominik Beck.

In der zweiten Hälfte wendet sich das Blatt. Schlechtes Spiel der deutschen Mannschaft, schlechte Stimmung bei den Fans. Anspannung und Angst machte sich breit. Man spiele spanischer als die Spanier war hier und da zu hören. Man traute dem Braten noch nicht. Dann der Führungstreffer für Portugal. Jetzt ein Gegentor und Deutschland wäre draußen. Auf einmal wird es Still auf dem Kelterplatz.

Dann die 80. Minute. Das 2:1 für Deutschland begleitet von ohrenbetäubendem Jubel und überschwänglicher Freude. Die ganze Anspannung entlud sich mit einem Mal. Jetzt konnte nichts mehr schief gehen. Deutschland war im Viertelfinale. Die Party konnte von neuem beginnen.Stavros Georgiou