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Eng besetzt ist die Bühne der Stromberghalle bei der Aufführung von Haydns „Schöpfung“. Foto: Läuter
Eng besetzt ist die Bühne der Stromberghalle bei der Aufführung von Haydns „Schöpfung“. Foto: Läuter
30.10.2016

Fulminante Aufführung zur Feier von 1250 Jahren Illingen

Illingen. Die Gemeinde Illingen feiert ihr 1250-jähriges Bestehen mit Haydns „Schöpfung“. Das Zusammenspiel vieler Chöre und Musiker sorgt für einen Begeisterungssturm.

Mehr als ein Jahrtausend hat die am Stromberg gelegene Gemeinde auf dem Buckel, genauer gesagt, 1250 Jahre. Dementsprechend wurde ein umfangreiches und vielfältiges Festprogramm samt Festakt auf die Beine gestellt, das sich durch das gesamte Jubiläumsjahr zog und auch noch zieht. Am Samstag war einer der Höhepunkte in der Stromberghalle zu erleben und zu hören: die Aufführung von Joseph Haydns „Die Schöpfung“, einem monumentalen Werk der Wiener Klassik, das sich ausschließlich der Schöpfung der Erde durch Gottes Hand widmet.

Viel Aufwand wurde für dieses Oratorium, einer dramatisch erzählenden, mehrteiligen Komposition, nicht nur seinerzeit von Haydn selbst während der anderthalbjährigen Arbeit daran, sondern auch von den mitwirkenden Musikern, Sängern und Dirigenten betrieben. Mehr als ein Jahr probten die rund 150 Sänger aus den fünf Chören „Eintracht Illingen“, des neuapostolischen Kirchenchors Illingen, des Gesangvereins „Frohsinn Schützingen“ sowie der evangelischen Kirchenchöre aus Illingen und Oberderdingen. Ebenso wie die Musiker des Bachorchesters Pforzheim in sinfonischer Besetzung mit Hans Ullrich Lauer am Cembalo und den Solisten Angelika Lenter (Sopran), Edda Ullrich (Alt), Rüdiger Linn (Tenor) und Siegfried Laukner (Bass).

Für die Einstudierung zeichneten demnach auch gleich mehrere Dirigenten verantwortlich: Heidi Schiller, Ralf Schwarzien, Siegfried Mangold und Jürgen Huttenlocher. Letztere zwei trugen ebenfalls die musikalische Gesamtleitung und teilten sich am Samstag das Dirigat. Herausgekommen ist nach viel harter Arbeit eine fulminante Aufführung mit einem bombastischen Klangkörper, den man in naher Zukunft wohl so nicht wieder erleben wird in der Region. Begeisterten Applaus spendeten die Zuschauer in der nahezu ausverkauften Stromberghalle.

Einzig störend waren die immer wieder zu hörenden, umfallenden Glasflaschen, die einige der Zuschauer mit in den Saal gebracht hatten. Tosenden Applaus gab es freilich für die Mitwirkenden, die auf der Bühne angesichts ihrer überwältigenden Anzahl wenig Platz hatten.