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Manchmal liefern Derbys der Sportfreunde (in der Mitte in Rot Diol Abdoulaye Cissé ) und der Fußballvereinigung 08 Mühlacker spektakuläre Szenen. Foto:  Fotomoment/PZ-Archiv
Manchmal liefern Derbys der Sportfreunde (in der Mitte in Rot Diol Abdoulaye Cissé ) und der Fußballvereinigung 08 Mühlacker spektakuläre Szenen. Foto: Fotomoment/PZ-Archiv
12.10.2018

Fußball-Klassiker in Mühlacker: Derby-Zeit auf dem Sportfreunde-Platz

Mühlacker. Erst trafen sich die Clubs beim Stadtturnier, doch längst sind die Fußballvereinigung 08 und die Sportfreunde Mühlacker im Einzugsgebiet des badischen Verbands vereint. Wie einige andere Vereine aus dem östlichen Enzkreis kehrten die Sportfreunde ja zwischenzeitlich dem Bezirk Enz/Murr des Württembergischen Fußballverbands den Rücken.

Mit dem Rücken zur Wand standen noch zu Beginn des Monats die Nullachter, die nun aber am Samstag, wenn es ab 17 Uhr im Letten rund geht, den dritten Sieg hintereinander anpeilen können. Seit Anfang 2017 Hüsnü Gür zu 08 zurückkehrte, läuft es gegen den Lokalrivalen. Seither habe es nur Siege gegeben, sagt Trainer Gür. Das ist aber Nebensache, hauptsächlich ist für ihn interessant, dass sein Team dank eines 4:1-Erfolgs beim 1. FC Kieselbronn mit dem folgenden 1:0 gegen den FV Göbrichen den letzten Platz verlassen konnte. Die Nullachter stehen nun auf Platz 14, unmittelbar hinter den Sportfreunden, die ebenfalls sieben Punkte haben. Der Derby-Gastgeber hat nur gegen zweite Mannschaften gewonnen – und Anfang September zum zweiten und bisher letzten Mal drei Punkte geholt.

Sportfreunde-Trainer Sascha John misst dem Derby keine besonders große Bedeutung bei – weder unter generellen Aspekten noch aufgrund der aktuellen Lage. „Es gibt nur ein Gas und das ist Vollgas“, sagt John und fügt noch spaßig hinzu: „Da ist es egal, wer vor der Flinte steht.“ Lediglich, dass ein Derby-Sieg „vielleicht ein bisschen süßer schmecke“, räumt John ein. Er trug bis 2005 das Trikot der Enzberger, die er dann bis vor gut zwei Jahren trainierte. Für den FC Viktoria seien Spiele gegen den FV Niefern und gegen Kieselbronn besonders interessante Derbys gewesen, doch der Reiz solcher Duelle mit Nachbarn habe mit den Jahren und Jahrzehnten merklich nachgelassen.

Gür, der mit 45 Jahren nur etwas jünger ist, schätzt das ähnlich ein. Doch wenn wieder Derby-Zeit sei, sei die Stimmung dann doch besonders. Erst einmal gehe zwar ein sehr freundliches „hallo“ hin und her, doch beim ersten Foul werde das Publikum emotional.

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