nach oben
Erwartungsgemäß hatten die jungen Kicker vom FC Viktoria Enzberg kaum eine Chance gegen die Jungs vom FC Bayern München. Sie verloren 0:5. Spaß gemacht hat ihnen das Turnier aber dennoch. Foto: Fotomoment
Erwartungsgemäß hatten die jungen Kicker vom FC Viktoria Enzberg kaum eine Chance gegen die Jungs vom FC Bayern München. Sie verloren 0:5. Spaß gemacht hat ihnen das Turnier aber dennoch. Foto: Fotomoment
01.10.2017

Fußball-Stars von Morgen zu Gast in Enzberg

Mühlacker-Enzberg. In einem hartumkämpften Finale schlägt der FC Bayern Borussia Dortmund mit 4:3 nach Neunmeterschießen. Die Kleinen wie die Großen, denn hierbei handelt es sich nicht um das Finale der DFB-Pokalrunde 2015/2016, sondern um das Finalspiel des bereits zum sechsten Mal stattfindenden Possehl Electronics Cup 2017 in Enzberg.

Auch in diesem Jahr fand das hochkarätig besetzte Jugendturnier der unter Elfjährigen im Viktoria Sportpark statt. Neben den Jugendauswahlen des Turniersiegers FC Bayern München und dem Zweitplatzierten Borussia Dortmund fanden sich am Samstag zudem weitere neun Erst- und Zweitligisten, ein Drittligist, ein Regionalligist, sowie Gäste aus Frankreich, Österreich und der Schweiz ein. Zudem nahm mit Galatasaray Istanbul erstmals ein Verein teil, der eigens für das Turnier mit dem Flugzeug anreiste. Aber auch die regionalen Vereine waren durch die beiden E-Jugend-Mannschaften des FC Viktoria Enzberg, sowie einer Regionalauswahl vertreten.

Besonderes Erlebnis

Alle Beteiligten waren sich einig, für die jungen Kicker war die Veranstaltung ein ganz besonderes Erlebnis. Erstaunlich gut konnten sich die Sprösslinge des regionalen Fußballs gegenüber ihren gleichaltrigen Konkurrenten der Profivereine behaupten. Von Spielen auf Augenhöhe konnte natürlich nicht die Rede sein, aber der ersten Mannschaft des FC Viktoria Enzberg, sowie der Regionalauswahl gelang in jedem Spiel ein Tor. Die Schweizer Vertreter des FC St. Gallen mussten sich den Enzbergern sogar geschlagen geben.

Auch für die Turnierleitung, angeführt vom Vater-Sohn-Duo Heinz und Bastian Voges, lief über weite Strecken alles glatt. Pünktlich zum Finale begann es allerdings an kräftig zu regnen, so dass die Siegerehrung kurzerhand in das Festzelt verlegt wurde. Trotzdem zeigte sich Bastian Voges äußerst zufrieden, mit dem reibungslosen Ablauf ohne größere Verzögerungen.

Viele Helfer beteiligt

Abseits des Fußballplatzes waren rund 100 Helfer beteiligt, die ebenfalls eine Grundlage für das Gelingen waren. Und auch die rund 40 Gastfamilien, die sich bereiterklärten, den Gästen aus ganz Deutschland Quartier zu bieten. Ein weiteres großes Erlebnis für die jungen Vertreter aus der Region, denn wie oft hat man schon die Profifußballer von Morgen zu Gast.

Bastian und Heinz Voges blicken schon in Richtung 2018. Denn die beiden möchten das internationale Jugendturnier mit noch mehr Prestige versehen. Dafür gibt Sohn Bastian Voges ein klares Ziel aus: Eine spanische oder englische Mannschaft soll her. Gespannt zeigt man sich auch auf das Feedback der teilnehmenden Vereine. Aus Augsburg kam bereits der Wunsch, das Turnier auf zwei Tage auszweiten, so dass sich die teilweise doch sehr lange Anreise mit Übernachtung auch richtig lohnt. Ob das nur Zukunftsmusik bleibt oder bereits nächstes Jahr in die Tat umgesetzt wird bleibt offen. Eins ist aber klar: Die Planung dafür beginnt jetzt.