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Möglich ist, dass Güngör Topal (links) seine Fußballkarriere aufgibt.
Möglich ist, dass Güngör Topal (links) seine Fußballkarriere aufgibt. © PZ-Archiv
25.03.2011

Fußballer Güngör Topal denkt über Karriereende nach

MÜHLACKER-LIENZINGEN. Vor dem Spiel gegen seinen früheren Verein SV Königsbach lässt Güngör Topal offen, ob er spielt. Der 36 Jahre alte Fußballer vom FV Lienzingen (Kreisklasse B 1 Pforzheim) macht sich sogar ganz generell Gedanken darüber, ob er aufhört.

"Ich habe das Gefühl, dass ich fünf Stunden schlafe und sonst fast nur arbeite", sagt Topal. Ins Training schafft er es kaum noch. Selbst wenn er rechtzeitig Feierabend hat, kann er nicht immer zum Fußballplatz kommen. "Ich habe eine kleine Tochter, die ich natürlich nicht alleine lassen kann, wenn meine Frau arbeitet." Aufgrund der beruflichen und privaten Beanspruchung sieht sich Topal gezwungen, darüber nachzudenken, wie groß die Rolle des Fußballs in seinem Leben noch sein kann. Nach eigener Aussage möchte er bei seinem Klub keine Extrawurst gebraten bekommen. Da er kaum trainiert, beansprucht der offensive Spieler keinen Stammplatz. Dass Topal bisher trotzdem jeden Sonntag zum Zug kommt, liegt wohl auch daran, dass die Lienzinger generell personelle Probleme haben. Ein Erfolg gegen den Tabellenzweiten Königsbach wäre eine Überraschung.

Ein Jahr nachdem ihn der TSV Großglattbach als Spielertrainer verabschiedet hat, schließt Topal ein erneutes Engagement als Übungsleiter weiterhin aus. Dafür könnte er sich wieder eher als noch vor ein paar Wochen vorstellen, in Lienzingen zu bleiben. Ob er wechselt oder in der nächsten Saison zumindest gelegentlich für den FVL aufläuft, hängt auch davon ab, wer der Nachfolger von Trainer Rolf Bauer wird.

Mit einer Entscheidung der Trainerfrage ist in nächster Zeit zu rechnen. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Samstagsausgabe der Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker).