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Gab sein Amt als erster Vorsitzender auf: Sergio de Sousa (FVgg 08 Mühlacker). Foto: PZ-Archiv
Gab sein Amt als erster Vorsitzender auf: Sergio de Sousa (FVgg 08 Mühlacker). Foto: PZ-Archiv
06.12.2018

Fvgg 08 Mühlacker führungslos: Sergio de Sousa tritt als Vorsitzender ab

Mühlacker. Der Weg wäre sicher weit, doch nun ist ein weiteres Indiz dafür bekanntgeworden, dass in Mühlacker über kurz oder lang eine Fusion angegangen werden könnte.

Nachdem bei den Sportfreunden kürzlich nicht nur die Trainer Sascha John und Udo Kowalski gegangen waren, sondern vor allem Jürgen Banz (Vorstand Sport) und Jan Blutbacher (Spielleiter) ihre Ämter aufgegeben hatten, ist nun Lokalrivale Fußballvereinigung 08 (ebenfalls Kreisklasse A1) formal führungslos.

Sergio de Sousa war überrascht, als ihn die „Pforzheimer Zeitung“ am Donnerstag darauf ansprach, denn er hätte das Thema nicht in die Öffentlichkeit tragen wollen: Seit der Generalversammlung vor einer Woche hat die Struktur der Nullachter Lücken: De Sousa trat als erster Vorsitzender ab, und in diesem Zug auch Wasyl Czmal als zweiter Mann. Auswirkungen dürfte dies zunächst nicht haben. De Sousa bleibt Spiel- und Abteilungsleiter der Fußball-Abteilung, steuert so auf sein zehnjähriges Funktionärs-Jubiläum zu.

Vom Fußball abgesehen gibt es bei den Nullachtern längst nur noch die Sparte Tischtennis, der Rolf Hahnenkratt vorsteht. Beide Sparten und beide Personen waren, so ist de Sousa zu verstehen, nicht auf einen Nenner gekommen. Für den Portugiesen war es ein Ärgernis, dass die schon für den Sommer geplante Generalversammlung verschoben werden musste. Gravierender war, dass die Nullachter beim Straßenfest im September nicht dabei waren, diese Einnahmequelle erstmals nicht nutzen konnten.

Zwischendurch bedeutete das Ende Juli im Käppele-Stadion ausgerichtete Stadtturnier für einige Fußballerfamilien einen Kraftakt. De Sousa räumt ein, dass es im Vorfeld ein Unterstützungsangebot gegeben hatte, das man aber nicht angenommen habe. „Ja, vielleicht auch aus falschem Stolz“, sagte er nun der PZ.

Dass sich Fußballer und Tischtennisspieler trennen, ist aus de Sousas Sicht unrealistisch. Doch nur wenn es dazu käme, könne er sich vorstellen, noch einmal den Vereinsvorsitz zu übernehmen, sagte er auf Nachfrage.

Was ein etwaiges Zusammengehen mit den Sportfreunden angeht, sagt de Sousa, eine Fusion sei nicht das Einzige, was denkbar wäre. Es könne auch zu einer Fußball-Spielgemeinschaft kommen.

Wichtig ist ihm aber die Feststellung, dass das nur lose Überlegungen sind. Tatsächlich sei ihm ja intern vorgeworfen worden, er bereite heimlich die Fusion vor. „Das war dann der letzte Tropfen“, sagt der frühere Schiedsrichter im Hinblick auf diesen Vorwurf und seinen Tritt zur Seite.

Mehr lesen Sie am 7. Dezember in der „Pforzheimer Zeitung - Region Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.