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Im Endspiel erzielt Edgar Schaubert das 1:0 für die Sportfreunde. Im Gerangel mit 08-Torhüter Karoly Ipacs und einem gegnerischen Abwehrspieler kann er am Ende den Ball über die Linie drücken, sein Tor reicht am Ende allerdings nicht für den Turniersieg. Foto: Fotomoment
Im Endspiel erzielt Edgar Schaubert das 1:0 für die Sportfreunde. Im Gerangel mit 08-Torhüter Karoly Ipacs und einem gegnerischen Abwehrspieler kann er am Ende den Ball über die Linie drücken, sein Tor reicht am Ende allerdings nicht für den Turniersieg. Foto: Fotomoment
14.01.2018

Fvgg Mühlacker gewinnt den Hallenstadtpokal in Mühlacker

Mühlacker. Bei der 38. Auflage des Fußballstadtpokals der aktiven Herren hat sich die Fvgg 08 Mühlacker den Titel gesichert. In einem hitzigen und torchancenreichen Endspiel besiegten die „08er“ den Vorjahresgewinner Sportfreunde Mühlacker mit 6:5 nach Siebenmeterschießen.

Bereits in der durchaus schwierigen Gruppenphase ließ die Fvgg die Konkurrenten aus Ötisheim, Lomersheim und Ausrichter Viktoria Enzberg hinter sich und sicherte sich mit sieben Punkten zusammen mit dem TSV Ötisheim (sechs Punkte) die beiden zu vergebenden Halbfinalplätze der Gruppe B. In der Vorrundengruppe A belegten die Sportfreunde Mühlacker den ersten Rang mit neun Punkten. Auch die SG Mühlhausen/Roßwag erreichte neun Punkte in der Gruppenphase und musste sich nur wegen des schlechteren Torverhältnisses mit dem zweiten Tabellenplatz begnügen. Auf den Plätzen drei und vier landeten mit dem FV Lienzingen und dem Türkischen SV Mühlacker (jeweils sechs Punkte) ebenfalls zwei gut aufspielende Mannschaften. Ohne Chance war dagegen der TSV Großglattbach als Tabellenletzter der Gruppe A.

Zittern im Halbfinale

Im ersten Halbfinalspiel zwischen den Sportfreunden und Ötisheim sahen die Senderstädter nach Toren von Daniel Wyrich und Marc Dobler bereits wie der sichere Sieger aus. Marcel Müller aber erzielte erst den Anschlusstreffer für den TSV und zwei Sekunden vor Schluss sogar den Ausgleich und bugsierte „Aize“ damit in das Siebenmeterschießen. Dort allerdings konnte Ötisheim keinen einzigen Ball mehr im Netz versenken und die Sportfreunde zogen mit dem 4:2-Sieg in das Finale ein. Deutlicher gestaltete sich das Ergebnis im zweiten Halbfinale: 08 Mühlacker besiegte die SG Roßwag/Mühlhausen mit 4:1. Guiseppe Drogo (2), Salman Öztürk und Matarr Bah waren für die Fvgg erfolgreich, die Spielgemeinschaft konnte lediglich zum zwischenzeitlichen 1:3 verkürzen. Im undankbaren Spiel um den dritten Platz, über dessen Sinnhaftigkeit immer wieder diskutiert wird, war der TSV Ötisheim die etwas bessere Mannschaft und besiegte Mühlhausen/Roßwag knapp aber verdient mit 3:2.

Die spannendste Partie bekamen die Zuschauer dann aber im Endspiel und Kernstadtderby zwischen den Sportfreunden Mühlacker und der Fvgg 08 Mühlacker zu sehen. In der hitzigen Begegnung stolperte Eddy Schaubert den Ball in einer unübersichtlichen Situation zum 1:0 für die Sportfreunde ins Netz. Der agile Salman Öztürk stellte die Partie aber postwendend wieder remis. Auch in der fünfminütigen Verlängerung wollten trotz zahlreicher Torchancen keine weiteren Treffer fallen, also musste die Entscheidung erneut im Siebenmeterschießen fallen: Dort behielten die Schützen der Fvgg 08 Mühlacker alle Nerven und nachdem die Sportfreunde einen Schuss vergeben hatten, erzielte Mataev Adam den entscheidenden Treffer zum 6:5-Finalsieg.

„Damit hätte ich nie gerechnet. Das ist der erste Stadtpokalsieg unter meiner Ägide, und die dauert immerhin schon knapp zehn Jahre“, gestand der sichtlich stolze 08-Abteilungsleiter Sergio de Sousa. „Ich muss erstmal die Geschichtsbücher wälzen, um den letzten Stadtpokalsieg in der Halle festzustellen“, gab sich der Portugiese ahnungslos angesichts des letzten Pokalgewinns. Trainer Hüsnü Gür pflichtete ihm bei: „Das ist eine große Überraschung, aber die Mannschaft kann jetzt mit breiter Brust durch die Bahnhofstraße in Mühlacker laufen.“ Sein Gegenüber auf Sportfreude-Seite, Sascha John, hätte den Titel gerne verteidigt, gab sich aber kämpferisch: „Wir werden im nächsten Jahr alles daransetzen, den Pokal erneut zu gewinnen. Heute hat uns einfach das berühmte Quäntchen Glück gefehlt.“