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Ein Kraftstoff-Sauerstoff-Gemisch hat sich in einer Garage in Illingen entzündet. Ein 31-Jähriger wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Foto: Meyer/PZ-Archiv © Meyer/PZ-Archiv
05.03.2015

Gasgemisch verpufft: Familienvater an schweren Verbrennungen gestorben

Illingen. Nun ist es traurige Gewissheit: Der 31-Jährige, der vor rund zwei Wochen bei einem Brand in seiner Garage in Illingen durch eine Verpuffung lebensgefährliche Brandverletzungen erhielt, ist am Donnerstagmorgen seinen schweren Verletzungen erlegen. Er hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder, von denen das jüngste gerade neun Monate alt ist. Dem Feuerwehrmann wurde zum Verhängnis, dass er aus einem fälschlicherweise mit Benzin anstatt Diesel betankten Auto den Sprit ablassen wollte.

Bildergalerie: Mann in Lebensgefahr: Verpuffung in Illinger Garage?

Dazu stand er in seiner Garage in einer Montagegrube, die eon Halogenstrahler beleuchtete. Der ablaufende Kraftstoff mischte sich mit dem Sauerstoff zu einem explosiven Gemisch, das sich an der Hitze der Lampe entzündete. Bei der folgenden Verpuffung, in der blitzschnell das Gas zum Feuerball wurde, stand der 31-Jährige in der Grube quasi mitten in den Flammen und erlitt dabei so schwere Verbrennungen, dass er mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik bach Stuttgart geflogen werden musste. Mit schlimmsten Verbrennungen lag er seitdem im künstlichen Koma. Der 66-jährige Vater, der die Schreie seines Sohnes hörte, schaffte es zwar noch, das Auto wegzuschieben und seinen Sohn aus der Grube zu ziehen, zog sich dabei aber selbst schwerste Verletzungen an den Händen zu.

„Was seine Familie im Moment und in Zukunft durchmachen muss, können wir alle uns nur im Entferntesten vorstellen“, hatte Sascha Nowak, ein guter Freund der Familie, vor einigen Tagen gegenüber der PZ erwähnt. Damit sich die Frau des Verunglückten ganz ihrem Mann und ihrer Familie widmen könne und sich nicht zusätzlich mit Geldsorgen plagen müsse, hatte Nowak damals Spenden gesammelt.