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Im Freibad fühlen sich die Ötisheimer Kinder wohl. Wie sich erhöhte Eintrittspreise auswirken, ist offen.
Freibad Ötisheim © PZ-Archiv
08.06.2011

Gebührenerhöhung im Ötisheimer Freibad teilweise korrigiert

ÖTISHEIM. Vier Wochen nachdem der Ötisheimer Gemeinderat an einem Beschluss zum Thema Hallenmiete gefeilt hat, ist das Gremium auch in Sachen Freibadgebühren noch einmal tätig geworden. Mit großer Mehrheit wurde eine vor Saisonbeginn beschlossene Einschränkung bei der Nutzung von Familien-Jahreskarten zurückgenommen.

„Die Regelung, dass die Jahreskarten für Familien und Alleinerziehende jeweils nur bis zu zwei Kinder unter 16 Jahren einschließt, war etwas unglücklich; ebenso die Verdoppelung des Mietpreises für Saisonschränke, die vom Freibadförderverein gespendet wurden“, war in der Sitzungsvorlage zu lesen.
Bürgermeister Werner Henle erklärte, eine Erhöhung der Gebühren für die Schränke sei gar nicht beabsichtigt gewesen. Ansonsten gelte es nach heftigen Protesten die Kundschaft zu beruhigen. Ein Entgegenkommen war, dass die Familienkarte nun nicht mehr nur für Nachwuchs bis 16 Jahre gilt, sondern für alle Kinder, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Am Beschluss, die Eintrittspreise zu erhöhen, wollte Henle nicht grundsätzlich rütteln, Werner Schmid-Burger (Bürgerliste Umwelt Natur) allerdings schon. Sein Wunsch wäre, dass die Familienkarte anstatt für 80 Euro weiterhin für 60 Euro zu haben ist. „Das Freibad dient der Erholung, ist für die Gesundheit eines ganzen Orts immens wichtig.“ Das Angebot der Senderstädter Einrichtung sei attraktiver: Bei den Preisen liege Ötisheim hingegen gleichauf, in verschiedenen Bereichen müssten Besucher sogar mehr zahlen.

Außer Schmid-Burger hatten auch mehrere andere Gemeinderäte die Sorge, die Gebührenerhöhung könne in Ötisheim zumindest kurzfristig zu einer geringeren Nachfrage führen. Das habe man genauso wenig im Griff wie das Wetter, entgegnete der Bürgermeister.

80 Euro müsse einer Familie eine komplette Badesaison wert sein, meinte Thomas Bassier („Es geht noch mehr ...“). Deutlicher wurde Uwe Oehler (Freie Wählervereinigung/Unabhängige Bürgerliste). Wer über die Höhe der Gebühren wettere, mache sich lächerlich.