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Kleine Störche soll es irgendwann auch in Ötisheim wieder geben. Um größere, zusammenhängende Grünland- und Nahrungsflächen für den Weißstorch zu gewinnen, wurden in der Erlenbachniederung Pappeln gefällt.
Kleine Störche soll es irgendwann auch in Ötisheim wieder geben. Um größere, zusammenhängende Grünland- und Nahrungsflächen für den Weißstorch zu gewinnen, wurden in der Erlenbachniederung Pappeln gefällt. © dpa
10.06.2011

Geeigneten Lebensraum für Störche in Ötisheim schaffen

ÖTISHEIM. Der Weißstorch ist in Ötisheim kein Unbekannter. Bis in die 1950er Jahre haben Störche in Ötisheim genistet. Heute gibt es nach Angaben von Kreis-Ökologe Frank Hemsing zwar immer wieder Überflieger aber keine Bruterfolge.

Dass der Storch in Ötisheim wieder heimisch werden kann, belegt die Diplomarbeit der Ingenieurin für Naturschutz und Landschaftsplanung, Barbara Haas, die diese in Zusammenarbeit mit Hemsing und Fritz Gerhard Link (Umweltakademie Baden-Württemberg) erstellt hat. Damit auf der sanierten Kelter in Ötisheim, wo wie vor der Renovierung wieder ein Storchennest prangt, und den angrenzenden Wiesengebieten, der Weißstorch wieder heimisch werden kann wird nun einiges getan.

In der Erlenbachniederung westlich des Ötisheimer Freibads hat die Forstverwaltung auf knapp einem Hektar Gemeindewald 500 Festmeter Pappeln abgeholzt. Standortfremde Hybrid-Pappeln, wie Guido Wölfle vom Kreisforstamt erklärt. Im Verbund mit der anschließenden, bis zur Bauschlotter Au reichenden Fläche soll so eine für Störche ausreichend große offene Grünland- und Nahrungsfläche entstehen, erklärt Kreis-Ökologe Hemsing. Im Bereich „Hinter dem Hürstwald“, wo die Bäume gefallen sind, soll ein aus dem Grundwasser gespeister Bachlauf mit mehreren Tümpeln, der in den nahen Erlenbach abfließt, entstehen. Amphibien stehen auf dem Speiseplan des Weißstorches. Obwohl nach Abschluss der Maßnahme 2012/13 das Tischlein reichlich gedeckt sein dürfte ist offen, ob sich Vögel ansiedeln. „Es gibt keine Erfolgsgarantie“, sagt erster Landesbeamter Wolfgang Herz. nad