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Die Traditionsveranstaltung Lichtmess ist aus dem Kalender der Gemeinde  Oberderdingen nicht wegzudenken. Für die Bürger ist es ein Festtag, man feiert  seine Lichtmess mit Kuchenreiten, Markt und Tanz. Die Art der Vergabe der  Skulptur, die auf dem Kelterplatz die Lichtmess-Tradition verkörpern soll, sorgt  für Irritationen.
Die Traditionsveranstaltung Lichtmess ist aus dem Kalender der Gemeinde Oberderdingen nicht wegzudenken. Für die Bürger ist es ein Festtag, man feiert seine Lichtmess mit Kuchenreiten, Markt und Tanz. Die Art der Vergabe der Skulptur, die auf dem Kelterplatz die Lichtmess-Tradition verkörpern soll, sorgt für Irritationen. © PZ-Archiv
02.11.2011

Geheimes Abstimmungsergebnis für Lichtmess-Skulptur wirft Fragen auf

OBERDERDINGEN. Die geheime Wahl zählt zu den Grundsätzen des deutschen Wahlrechts. Das gilt allerdings für die Abstimmung. Ungewöhnlicher ist es, wenn das genaue Wahlergebnis geheim bleibt.

In geheimer Wahl wurde der Künstler bestimmt, der das Oberderdinger Lichtmess-Denkmal erstellen darf. Verkündet wurde in der öffentlichen Gemeinderatssitzung vergangene Woche aber nur, dass Helga Essert-Lehn den Zuschlag bekommt. Nicht bekannt wurde die genaue Anzahl der Stimmverteilung. „Dass die Anzahl der Stimmen nicht genannt wird, widerspricht allen demokratischen Gepflogenheiten“, formuliert der unterlegene Künstler Hatto Zeidler in einem Schreiben, das an Verwaltung und Gemeinderäte adressiert ist. Auf Nachfrage der PZ erklärte Heiko De Vita, Amtsleiter im Büro des Bürgermeisters, dass dieses Vorgehen im Ältestenrat abgestimmt worden sei. In einer Sitzung, die einen Tag vor der öffentlichen Gemeinderatssitzung stattfand, habe man besprochen, dass das Ergebnis mit Rücksicht auf die Künstler nicht im Detail bekanntgegeben werden soll – weder dem Gemeinderat noch der Presse. Zudem kündigte er an, dass es ein klärendes Gespräch zwischen Bürgermeister Thomas Nowitzki und Zeidler geben soll. Davon wusste der Knittlinger Künstler bis gestern noch nichts. Bei mehreren Anrufen im Rathaus, bei denen geklärt werden sollte, wie das Ergebnis nun ausgegangen sei, sei das Thema Ältestenrat auch nicht zur Sprache gekommen. Von alldem abgesehen sagt Zeidler: „Ich akzeptiere das Ergebnis, aber mir fehlt die Transparenz.“ nad