nach oben
Für die Autofahrerin kam Anfang November 2017 jede Hilfe zu spät. Foto: PZ-Archiv
Für die Autofahrerin kam Anfang November 2017 jede Hilfe zu spät. Foto: PZ-Archiv
06.11.2018

Geldstrafe für Lkw-Fahrer nach tödlichem Unfall auf der B10 bei Mühlacker

Maulbronn/Mühlacker. „Ich möchte damit abschließen“, betonte der Angeklagte vor dem Amtsgericht Maulbronn. Dort musste sich der 58-jährige deutsche Lastwagenfahrer wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Der Angeklagte war am 2. November 2017 auf der B10 zwischen Mühlacker und Illingen mit einem Autotransporter unterwegs und bei überhöhter Geschwindigkeit auf der Höhe des Industriegebiets Lug-Osttangente mit einem Fahrzeug zusammengestoßen. Für die 68-jährige Autofahrerin kam jede Hilfe zu spät und sie starb noch am Unfallort.

Die Staatsanwaltschaft erließ im August dieses Jahres einen Strafbefehl gegen den Lkw-Fahrer. Demnach habe er die zugelassene Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometer um 24 km/h überschritten und Baustellenmarkierungen übersehen. Richter Bernd Lindner sprach von einem unglücklichen Ereignis: „Die Frau hat einen großen Anteil am Unfall, da sie die Vorfahrt nicht beachtet hat“, so der Richter. „Dennoch ist dem Angeklagten eine gewisse Schuld zuzuschreiben“, fügte Lindner hinzu. Er gab auch an, mit der Tochter der Verunglückten gesprochen zu haben. „Diese hegt keinen Groll gegen den Angeklagten und verzichtet auf eine Nebenklage.“ Der Beschuldigte bedauert den Vorfall, gab aber an, dass er die auf dem Baustellenschild angebrachte Geschwindigkeitsbegrenzung nicht gesehen habe.

Der 58 Jährige muss nun eine Geldstrafe in Höhe von 80 Tagessätzen bezahlen. Die Höhe der Raten wird von den Strafbehörden unter Berücksichtigung des Einkommens noch festgelegt.

Mehr lesen Sie am 7. November in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.