nach oben
Sven Holz
Sven Holz
09.03.2018

Gemeinde Illingen wehrt sich gegen Kritik der Bürgerinitiative

Scharfe Kritik an der Illinger Gemeindeverwaltung hatte die „Bürgerinitiative für den Erhalt des Wiesentals“ in den vergangenen Wochen geübt. Dabei wurde den Verantwortlichen im Rathaus vor allem eine verfehlte Informationspolitik gegenüber der betroffenen Bürgerschaft im Hinblick auf den geplanten Bau eines Wohnheims der Caritas für Schwerbehinderte vorgeworfen.

Darauf hat die Gemeinde, wie von Hauptamtsleiter Sven Holz gegenüber der PZ angekündigt, nun reagiert und geht ihrerseits in die Offensive. Über ein umfangreiches Dossier mit Kartenmaterial liefert die Illinger Verwaltung „Informationen und Fakten rund um das CaritasWohnheimprojekt“ und schildert dabei ihren Standpunkt. Als nicht haltbar sieht man im Illinger Rathaus besonders den Einwand der Bürgerinitiative (BI), das Bauvorhaben am Ende der Mühlstraße werde mitten in einem Wasserschutzgebiet realisiert. Die Gemeinde räumt zwar ein, dass das Grundstück in der Wasserschutzzone eins liege. Jedoch habe der Gemeinderat bereits 2008 beschlossen, die Schutzzonen aufgrund eines hydrogeologischen Gutachtens neu festzulegen und die Brunnen Brühlwiese II und III zu schließen. Die Behauptungen der BI, dass die Gemeinde eigens Trinkwasserbrunnen für das Bauprojekt schließe, seien demnach falsch, heißt es im Informationstext der Gemeinde. Daher erübrige sich auch die Forderung der BI, die Einwohner durch ein Bürgerbegehren darüber entscheiden zu lassen, ob der Trinkwasserbrunnen im Wiesental erhalten bleibe und der Bau womöglich gestoppt werden müsse. Überhaupt zweifelt die Illinger Gemeindeverwaltung die rechtliche Zulässigkeit eines Bürgerbegehrens an und will den Fall prüfen lassen. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.