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Gemeinde Oberderdingen versteigert Fundfahrräder.
Gemeinde Oberderdingen versteigert Fundfahrräder © Lutz
30.08.2011

Gemeinde Oberderdingen versteigert Fundfahrräder

OBERDERDINGEN.  Die erste Oberderdinger Fahrradversteigerung lief besser als erwartet. Von den 30 Rädern, die sich beim örtlichen Fundbüro über die Jahre angesammelt hatten, konnten letztlich gut zwei Drittel verkauft werden. "Man kann sicher sagen, dass wir mit dem Ergebnis unserer Fundfahrradversteigerung ganz zufrieden sein können“, sagt Tina Barth, die bei der Gemeinde Oberderdingen das Fundbüro leitet.Bereits um kurz nach zehn Uhr waren die ersten Interessenten auf den Marktplatz gekommen, um die rund 30 angebotenen Fahrräder genau unter die Lupe zu nehmen. Wenige Minuten später waren dann auch schon einige Fahrräder unter den Hammer gekommen.An den meisten Rädern nagt zwar bereits erheblich der Zahn der Zeit, doch für viele war das günstige Mindestgebot von fünf Euro ein Anreiz, eines der Räder zu erwerben.„Eigentlich ist da nichts dabei, was man guten Gewissens ersteigern könnte, wenn man damit noch fahren will“, hört man zwar aus einer Ecke einen jungen Mann sagen. „Doch wenn man ein paar Räder ersteigert, um diese dann auseinanderzunehmen und im Nachhinein die brauchbaren Einzelteile zu verkaufen, könnte man ein ganz gutes Geschäft machen.“ Tatsächlich ist allen beteiligten schnell klar, dass die angebotenen Fahrräder vor Gebrauch einer Generalüberholung unterzogen werden müssen. „Aber das ist immer noch billiger, als ein komplett neues Rad zu kaufen“, sagt beispielsweise Rolf Hentschler, der gleich zwei Räder ersteigerte.„Die Fundfahrräder wurden in den vergangenen Jahren von den Mitarbeitern unseres Bauhofs eingesammelt und daraufhin im Blättle ausgeschrieben. Nach einer Frist von einem halben Jahr gehen sie dann in den Besitz der Gemeinde über, wenn sie vorher niemand abholen kommt“, erklärt Tina Barth. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Verwaltung habe sie dann die Idee entwickelt, im Rahmen des ebenfalls stattfindenden Flohmarkts eine Versteigerung der Fahrräder zu veranstalten. „Selbstverständlich wurden die Räder vor der Versteigerung aber nicht noch gerichtet oder repariert.“Der Erlös der Veranstaltung – rund 180 Euro für 20 verkaufte Räder – soll zugunsten eines geplanten Lichtmess-Denkmals gespendet werden. Die in Oberderdingen populäre Geschichte, die davon erzählt, wie sechs junge Burschen am Lichtmess-Tag des Jahres 1722 einen Müller vor Vandalen gerettet haben und dieser aus Dankbarkeit einen Kuchen spendete, soll den Menschen im Ort mit Hilfe des Denkmals dauerhaft im Gedächtnis bleiben. max