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Auf ganzer Linie überzeugen konnte der Remigius Kammerchor unter der Leitung von Anna-Katharina Kalmbach mit seinem Konzert in der Dürrmenzer St.-Andreas-Kirche. Bischoff-Krappel
Auf ganzer Linie überzeugen konnte der Remigius Kammerchor unter der Leitung von Anna-Katharina Kalmbach mit seinem Konzert in der Dürrmenzer St.-Andreas-Kirche. Bischoff-Krappel
18.12.2016

Gesang als Gotteslob - Remigius Kammerchor gastiert in der Dürrmenzer St.-Andreas-Kirche

Bereits in den ersten Minuten des Konzerts mit dem Titel „Fürchtet Euch nicht!“ des Nagolder Remigius Kammerchors in der Dürrmenzer St.-Andreas-Kirche wurde klar: Dies würde ein Abend auf allerhöchstem musikalischen Niveau werden. Langsam und würdevoll schritten die jungen Sängerinnen und Sänger zu Beginn ihres Streifzugs durch die adventliche Chormusik im Schein der Kerzen durch das komplett abgedunkelte Kir-chenschiff, während sie sanft und getragen bereits die ersten Klänge von „Nun komm der Heiden Heiland“ intonierten.

Schon zu diesem Zeitpunkt war bei den Besuchern Gänsehaut pur angesagt. Im weiteren Verlauf des Konzertabends sorgte das projektbezogen arbeitende Ensemble mit weihnachtlichen Werken von Friedrich Silcher, Albert Becker und Max Reger für einen musikalischen Höhepunkt nach dem anderen. Auf ganzer Linie überzeugen konnte neben dem Kammerchor mit seinen Solisten auch Sänger Johannes Kalmbach, der mit dem Präludium in g-Moll von Dietrich Buxtehude seine Fähigkeiten als Organist eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Kaum zu glauben daher, dass für die dargebotene musikalische Leistung lediglich drei Probewochenenden erforderlich waren, wie die sympathische und gänzlich unprätentiöse Chorleiterin Anna-Katharina Kalmbach im Gespräch mit der „Pforzheimer Zeitung“ berichtete. „Der Remigius Kammerchor setzt sich aus Sängerinnen und Sängern im Alter von 16 bis 37 Jahren zusammen“, berichtete sie. „Viele unserer Mitglieder haben früher in der Altensteiger Christophorus-Kantorei, beim Nagolder Vokalensemble oder den Aurelius Sängerknaben gesungen.

Mittlerweile stehen die meisten von ihnen fest im Studenten- oder Arbeitsleben.“

Besucher sind begeistert

Dass die Chormitglieder nichts von ihren Sangeskünsten einge-büßt haben, wurde in der St.-An-dreas-Kirche mehr als deutlich. Nur folgerichtig also, dass die Sängerinnen und Sänger nach dem in beeindruckender Klarheit und Reinheit vorgetragenen, geheimnisvoll anmutenden Werk „O magnum mysterium“ von Morten Lauridsen mit Ovationen seitens der Besucher belohnt wurden.