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Ein 25-jähriger Mann versuchte einen Beamten zu treten und traf hierbei den Polizeihund.
Ein 25-jähriger Mann versuchte einen Beamten zu treten und traf hierbei den Polizeihund. © Symbolbild: dpa
10.09.2018

Gewalt gegen Polizisten in Vaihingen - Mann tritt Polizeihund und wird gebissen

Vaihingen/Enz. Mehrere Streifenwagenbesatzungen verschiedener Reviere, darunter auch Polizeihundeführer des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, unterstützten am Sonntag gegen 02.30 Uhr Beamte des Polizeireviers Vaihingen an der Enz bei einem Einsatz im Zusammenhang mit dem Stadtfest.

Eine Anwohnerin hatte die Polizei alarmiert, da sich eine größere Anzahl Festbesucher, trotz Sperrzeit, noch vor einem Vereinsstand aufhielt und feierte. Die eingetroffenen zwei Polizisten versuchten zunächst mit den gut 60 Personen im Gespräch die Ruhestörung zu beseitigen. Ihnen schlug jedoch direkt verbaler
Widerstand entgegen. Nachdem die Verstärkung eingetroffen war, erteilten die Beamten den Besuchern einen Platzverweis. Nur wenige Personen kamen dem nach. Bei einzelnen Besuchern steigerte sich die Aggression gegen die Beamten. Ein 38-Jähriger stellte sich zunächst in den Weg eines Polizeihundeführers und ging dann weiter auf diesen zu. Der Polizeihund biss den 38-Jährigen schließlich. Ein 25-jähriger Mann versuchte den zweiten Hundeführer zu treten und traf hierbei den Polizeihund. Anschließend flüchtete der junge Mann. Gemeinsam mit
seinem Hund nahm der Polizist die Verfolgung auf. Der Hund konnte den Mann jedoch einholen und brachte ihn zu Fall. Hierbei wurde er ebenfalls gebissen und dann in Gewahrsam genommen. Nahezu zeitgleich erfolgte die Ingewahrsamnahme des 38-Jährigen und eines weiteren 37 Jahre alten Mannes. Im Zuge dessen erlitten zwei Beamte Verletzungen.

Einer musste in ein Krankenhaus gebracht werden und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen. Mehrere Festbesucher beleidigten darüber hinaus zwei weitere Polizisten. Die drei 25-, 37- und 38-jährigen Männer wurden in die Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers Bietigheim-Bissingen gebracht. Nach ärztlicher Untersuchung mussten sie bis Sonntagvormittag in der Gewahrsamseinrichtung bleiben. Die Ermittlungen dauern an.