nach oben
Die Diskussion um weitere Gewerbeflächen ebbt in Mühlacker momentan nicht ab. Nun machen neue Ideen die Runde. Foto: PZ-Archiv
Die Diskussion um weitere Gewerbeflächen ebbt in Mühlacker momentan nicht ab. Nun machen neue Ideen die Runde. Foto: PZ-Archiv
Für eine lebhafte Diskussion zum Thema „Zukunft Gewerbe und Handel in Mühlacker“ sorgten bereits im Februar (von links): Jürgen Metzger, Jens Hanf, Armin Dauner, Hans-Ulrich Wetzel, Rolf Leo, Fabian-Alexander Polonius und Cathrin Eireiner, Markus Wexel, Matthias Trück, Jochen Protzer, Klemens Köberle sowie Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider. Foto: Cichecki
Für eine lebhafte Diskussion zum Thema „Zukunft Gewerbe und Handel in Mühlacker“ sorgten bereits im Februar (von links): Jürgen Metzger, Jens Hanf, Armin Dauner, Hans-Ulrich Wetzel, Rolf Leo, Fabian-Alexander Polonius und Cathrin Eireiner, Markus Wexel, Matthias Trück, Jochen Protzer, Klemens Köberle sowie Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider. Foto: Cichecki
06.05.2019

Gewerbestreit erhitzt die Gemüter in Mühlacker: Kommen neue Flächen oder nicht?

Mühlacker. Die Debatte um die Ausweisung neuer Gewerbeflächen beschäftigt die Große Kreisstadt seit etlichen Jahren. Von einer Lösung ist man derzeit aber – so scheint es jedenfalls – noch immer weit entfernt.

Zur Erinnerung: Nach wie vor gilt ein Grundsatzbeschluss, demzufolge ein Großteil des Gemeinderats der Ansicht ist, die Stadt benötige weitere Gewerbeflächen. In den vergangenen Wochen ist von diesem einst mit breiter Mehrheit gefassten Beschluss allerdings nicht mehr allzu viel übrig geblieben. Die „Welschen Wiesen“ werden nach vehementem Bürgerprotest und entsprechenden Anträgen der CDU und der Freien Wähler ein Naherholungsgebiet bleiben – und die anderen mögliche Standorte sind enorm umstritten.

Die Liste Mensch und Umwelt, die ohnehin gegen die Ausweisung großer Gewerbegebiete ist, plädiert nun dafür, „dass die Stadt Mühlacker grundsätzlich für einen Zeitraum von zehn Jahren auf die Ausweisung weiterer Gewerbe- und Industriegebiete verzichtet“, wie die Fraktion in einer Pressemitteilung schreibt. Was für die „Welschen Wiesen“ gelte, gelte auch für alle anderen möglichen Standorte. Nämlich Belange des Naturschutzes sowie große Bedenken der Bürger.

„Der Gemeinderat von Mühlacker ist auch in der Frage der Ausweisung eines größeren Gewerbegebiets ein Abbild der Bevölkerung“, erläutert hingegen CDU-Fraktionsvorsitzender Günter Bächle in einer Stellungnahme. Denn der Gemeinderat sei in der Grundsatzfrage des Bedarfs genauso gespalten wie die Bürgerschaft.

Es stimme zwar, dass beim Bürgerentscheid im November 2016 mehr als 3600 Einwohner gegen die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen gestimmt hätten, aber auch mehr als 2500 Bürger dafür. Die CDU werde die Meinung der Befürworter nicht mit einer Handbewegung zur Seite schieben, sondern ihnen eine Stimme geben und deshalb einbeziehen.

„Falsch wäre es, das Kind mit dem Bade auszuschütten“, so die CDU Mühlacker. Wer einen Standort – wie die „Welschen Wiesen“ – für falsch halte, müsse nicht den gesamten Bedarf ablehnen.

Mehr lesen Sie am 7. Mai in der „Pforzheimer Zeitung - Region Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.