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Giftköder. symbolbild: dpa 

Giftköder in Knittlingen: Peta schaltet sich ein und setzt Belohnung aus

Knittlingen/Stuttgart. Wie bereits berichtet, hat ein Unbekannter im Bereich des Wohngebiets „Schillerhöhe“ in Knittlingen mehrere mit Rattengift gespickte Frikadellen ausgelegt. Eine Zeugin fand die Giftköder am Montagmorgen und übergab sie der Polizei. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt die Tierschutzorganisation Peta nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro aus für Hinweise, die zu einer Verurteilung des Täters führen.

Zeugen werden gebeten, sich entweder an die Polizei Mühlacker unter Telefon (07041) 969.30 oder bei Peta unter Telefon (01520) 7373341 zu wenden – auch anonym. „Wir möchten helfen, den Tierquäler in Knittlingen zu stoppen, bevor Vierbeiner verletzt oder getötet werden“, so Judith Pein von Peta. „Derartige Täter zu überführen ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es in solchen Fällen auf den noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen sowie Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen. Derartige Täter müssen sich darüber im Klaren sein, dass mit gefährlichen Stoffen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein können.“

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.