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09.05.2011

Gleitschirm-Absturz: 150 Mann suchen ein Phantom

KNITTLINGEN. In weitem Umkreis fragten sich besorgte Bürger, was es zu später Stunde mit den Alarmsirenen von Polizei und Feuerwehr auf sich hatte, die alle in Richtung Störrmühle bei Knittlingen fuhren. Mehrere Stunden lang kreiste ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und Suchscheinwerfer über den Wiesen zwischen Knittlingen und Bretten. Anwohner hatten schon den Verdacht, dass die Polizei in dieser Gegend nach dem in Wiesloch geflüchteten Taximörder vom Bodensee suchen würde.

Bildergalerie: Suche nach einem abgestürzten Geitschirmflieger in Knittlingen

Rund 150 Rettungskräfte, darunter 26 Polizisten, 82 Feuerwehrleute und 36 Mitglieder von DRK und Rettungshundestaffel suchten in der Nacht von Sonntag auf Montag aber nicht, wie es in der Gerüchteküche brodelte, nach dem Taximörder, sondern nach einem Gleitschirmflieger, der gegen einen Strommasten gekracht und dann abgestürzt sein soll. Gefunden wurde die Person jedoch nicht. Immerhin: In einem Hochspannungsmasten wurden Reste eines Gleitschirms gefunden. Störungen im Stromnetz konnten dennoch nicht festgestellt werden - ein Stromschlag wäre wohl auch tödlich gewesen.

Am Sonntag um 21.12 Uhr wurde die Polizei von Zeugen alarmiert, die den Absturz einer Person meldeten. Mitten in der anbrechenden Dunkelheit begann die Suche nach dem Gleitschirmflieger, der mit Motorhilfe (auf dem Rücken des Piloten festgeschnallter Propeller) geflogen sein soll. Eine weitere Zeugenaussage hatte dann ergeben, dass die abgestürzte Person noch beim Einpacken diverser Dinge und danach beim Weglaufen gesehen wurde. Um 2.15 Uhr wurden daher die Suchmaßnahmen eingestellt.

Die Polizei bittet den Gleitschirmflieger, sich bei der Polizei in Mühlacker zur Klärung des Hergangs unter Telefon (07041) 9693-0 zu melden.

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