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„Wasser marsch“ zur Rettung des Wullesees: Vor dem Bohrturm deuten das die Mühlacker Stadträte Rolf Leo (FW, von links) und Theo Bellon (CDU), der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum, SPD-Stadträtin Elli Marx, der Ehrenvorsitzende des Mühlacker Angelsportvereins Hermann Fasching, CDU-Stadtrat Günter Bächle, Bürgermeister Winfried Abicht, Projektleiter Bernd Bühler, ASV-Wasserwart Norbert Wolferstetter und Vereinsschriftführer Norbert Münchinger an.  Fotos: Hepfer 
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Norbert Wolferstetter (von links) und Hermann Fasching vom Angelsportverein und Diplom-Geologe Bernd Bühler begutachten den ausgetrockneten Wullesee. 
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Bis auf 99 Meter reichen die Erkundungsbohrungen der Geotechnik-Firma S&P. Links zeigen die Proben Muschelkalk, rechts den tieferliegenden Buntsandstein. 

Goldgräberstimmung am Wullesee: Gewässer soll bald wieder gut gefüllt sein

Mühlacker-Dürrmenz. Nicht nur für den Stadtteil Dürrmenz ist der Wullesee ein besonderes Kleinod. Denn das künstlich angelegte Gewässer, das einst der Dürrmenzer Brauerei Leo als Wasserreservoir zur Bierkühlung diente, ist nicht nur ein beliebtes Fleckchen zur Naherholung vieler Einheimischer.

Unersetzlich ist er nahezu für den Angelsportverein Mühlacker mit seinem traditionellen Fischerfest. Und laut Bürgermeister Winfried Abicht beherbergte der Wullesee bis vor einiger Zeit noch die größte Kröten-Population in ganz Baden-Württemberg. Dass dies bald wieder der Fall sein kann und viele Mühlackerer wieder zu einem gut mit Wasser gefüllten Wullesee pilgern können, wird dieser Tage in die Wege geleitet. Seit rund drei Wochen arbeitet die Stuttgarter Geotechnik-Firma Smoltczyk &Partner (S & P) mit schwerem Bohrgerät an dem seit 2018 ausgetrockneten See. Die Zielsetzung lautet, das Gewässer permanent wieder mit soviel Wasser zu versorgen, damit der See nicht mehr zur Wiese wird. „Wir sind auf einem ganz guten Weg“, sagt S&P-Projektleiter und Diplomgeologe Bernd Bühler, der mit seiner Mannschaft mittlerweile auf eine Tiefe von 99 Metern vorgestoßen ist und nach den bisherigen Erkenntnissen davon ausgeht, dass dort genügend Grundwasser vorhanden ist, um den Wullesee dauerhaft zu versorgen. Rund 80000 Euro kostet die Rettungsmaßnahme. 60000 Euro davon wird über die Fischereiabgabe des Landes Baden-Württemberg finanziert, 20000 Euro trägt die Stadt Mühlacker. Für die Geldmittel eingesetzt hat sich vor allem der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum, der seinen Parteikollegen Peter Hauk, Landesminister für Ländlichen Raum, auf die Schwierigkeiten des künstlichen Biotops aufmerksam gemacht hatte.

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